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In Norwegen ist am Montag ein neues Parlament gewählt worden. Die Wahllokale öffneten um 09.00 Uhr. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei von Regierungschef Jonas Gahr Störe lag in den Umfragen zuletzt knapp vorn. Erste Hochrechnungen sollten nach Schließung der Wahllokale um 21.00 Uhr veröffentlicht werden.
Eine Rekordzahl von 1,9 Millionen Norwegern und damit fast die Hälfte der Wahlberechtigten hatte ihre Stimme bereits vor dem eigentlichen Beginn der Wahl abgegeben.
Vor einigen Monaten lagen in den Umfragen noch die Konservativen und die rechte Fortschrittspartei deutlich vorn. Beobachter sehen einen wichtigen Grund für Störes Aufholjagd in der Politik von US-Präsident Donald Trump, durch die in Norwegen das Bedürfnis nach einem zuverlässigen und erfahrenen Regierungschef gewachsen sei.
Störe konnte zudem auf seinen Finanzminister, Ex-Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, bauen. Dieser ist in dem nordischen Land mit rund 5,6 Millionen Einwohnern äußerst beliebt und bringt der Arbeiterpartei viel Zuspruch.
Umfragen zufolge können Störes Partei und ihre Verbündeten auf eine knappe Mehrheit von 88 Sitzen im Parlament hoffen.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten drehte sich der Wahlkampf vor allem um innenpolitische Themen wie Lebenshaltungskosten, Ungleichheit, Bildung und Steuern. Insbesondere die Vermögenssteuer, die ein Teil der Linken für die Reichsten erhöhen möchte, während die Rechte sie senken oder sogar abschaffen will, sorgte für Diskussionen.
Norwegen ist Mitglied der Nato, gehört aber nicht der Europäischen Union an. Es grenzt im Arktischen Ozean an Russland. Die Wirtschaft des Landes ist stark von Exporten abhängig.
M.King--AT