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Deutsche Exporte im Mai leicht gesunken - Importe gestiegen
Deutschlands Exporte sind im Mai im Vormonatsvergleich leicht gesunken. Sie schrumpften um 0,5 Prozent auf 125,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Importe dagegen legten um 2,7 Prozent auf 126,7 Milliarden Euro zu. Die Außenhandelsbilanz war somit negativ - sie lag im Mai bei minus einer Milliarde Euro.
Es ist das erste Mal seit Januar 2008, dass Deutschlands Außenhandelsbilanz negativ war - vor diesem Datum hat das Statistische Bundesamt keine Vergleichszahlen, weil damals die Statistik umgestellt wurde. Deutschland stand jahrelang wegen seines hohen Exportüberschusses in der Kritik.
In die Mitgliedstaaten der EU exportierten deutsche Unternehmen den Angaben zufolge Waren im Wert von 67,5 Milliarden Euro, ein Rückgang im Vergleich zum April um 2,8 Prozent. Die Ausfuhren in Drittstaaten dagegen nahmen zu: Sie wuchsen im Vergleich zum April um 2,3 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro.
Die meisten deutschen Exporte gingen demnach in die USA - der Wert stieg um 5,7 Prozent im Vergleich zum April auf 13,4 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach China legten um 0,5 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu.
Aus der Volksrepublik kamen im Mai die meisten Importe im Wert von 18,0 Milliarden Euro - das waren allerdings 1,6 Prozent weniger als im April. Aus den USA wurden Waren im Wert von 7,4 Milliarden Euro nach Deutschland geliefert, ein Plus von 9,7 Prozent.
Im Handel mit Russland stiegen die Exporte wieder um rund 29 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro - sie waren im März nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine um fast 60 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Mai 20201 lagen sie laut Statistik um 54,6 Prozent niedriger. Die Einfuhren aus Russland - Deutschland importiert vor allem Gas - gingen von April bis Mai um 9,8 Prozent zurück auf einen Wert von 3,3 Milliarden Euro.
W.Morales--AT