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Jeder neunte aus Deutschland Abgeschobene ist minderjährig
Von Abschiebungen aus Deutschland sind viele Kinder und Jugendliche betroffen: Jeder neunte der im ersten Halbjahr 2025 aus Deutschland abgeschobenen Menschen war minderjährig - dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Von den 11.807 abgeschobenen Migrantinnen und Migranten waren demnach 1345 im Alter von sechs bis 18 Jahren. Dies entspricht 11,4 Prozent.
Im Gesamtjahr 2024 waren unter den 20.084 Abgeschobenen 2316 Minderjährige. Dies waren 11,5 Prozent. In den drei vorangehenden Jahren war die Quote der Minderjährigen ähnlich - allerdings bei deutlich niedrigeren absoluten Zahlen.
Zu der ebenfalls von der Linksfraktion eingereichten Frage, wie viele der Abgeschobenen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, lagen dem Bundesinnenministerium nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse vor.
Der Linken-Abgeordnete Dietmar Bartsch sprach mit Blick auf die Abschiebungen von Minderjährigen von "Kaltherzigkeit", die "weder Politikstil noch Politikziel unseres Landes sein" dürfe. "Welchen Sinn soll es haben, Kinder, die hier lernen, die hier aufwachsen, die hier integriert sind - die Fachkräfte von morgen - und ihre Familien abzuschieben?", fragte Bartsch. "Kinder gehören in die Schule - nicht in den Abschiebeflieger."
D.Johnson--AT