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Zähe UN-Verhandlungen in Genf zu Plastikmüll bislang ohne Fortschritte
In Genf sind die Verhandlungen über ein UN-Abkommen gegen Plastikmüll am Donnerstag ins Stocken geraten. Es gebe "keine Fortschritte", hieß es aus Verhandlungskreisen jener Länder, die sich für eine ehrgeizige Vereinbarung mit Zielen zur Reduzierung der Plastikproduktion starkmachen. Es gebe "nur sehr wenige Anknüpfungspunkte". Dies liege insbesondere am Widerstand einer Handvoll überwiegend erdölproduzierender Länder, welche die Ausgangsstoffe für Plastik liefern.
Beunruhigend seien die "vielen Meinungsverschiedenheiten", hieß es aus den Verhandlungskreisen weiter. "Wir streiten uns nicht nur über ein einziges Problem." Die Gruppe der "gleichgesinnten Länder", die sich überwiegend aus erdölproduzierenden Staaten zusammensetzt, lehnt demnach jegliche Beschränkungen der Plastikproduktionsziele ab.
Anstatt sich auf einen gemeinsamen Nenner zuzubewegen, "verfestigen sich die Positionen", sagte ein Beobachter einer Nichtregierungsorganisation der Nachrichtenagentur AFP nach der Teilnahme an mehreren Diskussionsrunden.
Derzeit werden jährlich mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, die Hälfte davon für Einwegprodukte. Weniger als zehn Prozent des Plastikmülls wird recycelt.
Insgesamt nehmen 184 Länder an den Verhandlungen teil, die am Dienstag begonnen hatten. Eine vorige Runde der Verhandlungen über ein Plastik-Abkommen war im Dezember im südkoreanischen Busan gescheitert.
An dem Treffen in Genf nehmen auch Vertreter von mehr als 600 Nichtregierungsorganisationen teil. Greenpeace und verbündete Organisationen fordern ein Abkommen, dass die Produktion von Plastik reduziert, giftige Chemikalien verbietet und den Übergang zu einer Zukunft ohne fossile Brennstoffe und Plastik finanziert.
R.Chavez--AT