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Zwei Tote nach Absturz von Bundeswehr-Hubschrauber geborgen - Noch ein Vermisster
Nach dem Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers in der Nähe von Grimma in Sachsen sind zwei Besatzungsmitglieder tot geborgen worden. Nach dem dritten Insassen des Hubschraubers werde noch gesucht, sagte eine Sprecherin der Luftwaffe am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Nähere Angaben zur Identität der Toten und des noch vermissten Besatzungsmitglieds wollte die Sprecherin nicht machen. "Das war eine erfahrene Besatzung", sagte sie lediglich. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte sich bestürzt.
Der für Ausbildungszwecke angemietete Hubschrauber vom Typ EC-135 war am Dienstag aus zunächst ungeklärter Ursache bei einem Übungsflug in die Mulde gestürzt. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig sichteten Paddler ein Hubschrauberteil in dem Fluss und alarmierten die Polizei. Das Hubschrauberteil wurde nach Angaben des Polizeisprechers bei Schmorditz im Landkreis Leipzig nicht weit von Grimma entdeckt.
Bundesverteidigungsminister Pistorius reiste nach Angaben seines Ministeriums zum Unglücksort und informierte sich dort über den Stand der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen. "Der Tod der Besatzungsmitglieder trifft mich und die gesamte Bundeswehr schwer", erklärte der SPD-Politiker. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden."
Zur Absturzursache wurde zunächst nichts bekannt. "Wir werden alles dafür tun, um die Umstände aufzuklären", erklärte Pistorius. Die Luftwaffen-Sprecherin sagte am Abend zu AFP: "Wir sind dabei, mit den örtlichen Rettungskräften die Situation zu untersuchen, die Bergungsarbeiten werden aktuell fortgeführt. Zur Unfallursache haben wir aktuell noch keine Angaben."
Die Bundeswehr richtete nach dem Absturz einen militärischen Sperrbereich ein. Das Luftfahrtbundesamt ordnete nach Polizeiangaben zudem eine Flugverbotszone an.
Nach Angaben eines Sprechers des Kreisfeuerwehrverbands des Landkreises Leipzig waren zwischenzeitlich mehr als hundert Kräfte von Feuerwehren, Polizei, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk vor Ort im Einsatz. Demnach waren auch Polizeitaucher vor Ort. Wegen auslaufenden Kerosins wurde eine Ölsperre in der Mulde errichtet.
M.Robinson--AT