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Ukraine und Nahost: Macron und Putin telefonieren erstmals seit 2022 miteinander
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben erstmals seit September 2022 miteinander telefoniert. Dabei ging es nach übereinstimmenden Angaben aus Paris und Moskau am Dienstag um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Situation im Nahen Osten.
Macron forderte Putin dem Elysée-Palast zufolge in dem Telefongespräch auf, "so schnell wie möglich" einer Waffenruhe im Ukraine-Krieg zuzustimmen. Der französische Präsident betonte dabei demnach auch die "unerschütterliche Unterstützung Frankreichs für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine".
Putin wiederum machte nach Angaben des Kremls den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich. Putin habe Macron daran "erinnert", dass "der Ukraine-Konflikt eine direkte Folge der Politik der westlichen Staaten" sei, hieß es aus Moskau. Der Kreml-Chef forderte zudem, dass ein mögliches Ukraine-Friedensabkommen "langfristig" sein müsse.
Weiteres Gesprächsthema zwischen Macron und Putin war der Nahe Osten. Beide Präsidenten hätten beschlossen, ihre Bemühungen zu koordinieren, um bald wieder miteinander über den Iran zu sprechen, hieß es aus Paris. Dem Kreml zufolge waren sich Macron und Putin einig, dass der Nahost-Konflikt auf diplomatischem Wege beigelegt werden müsse. Putin sagte nach Angaben aus Moskau, dass der Iran das Recht auf die Entwicklung eines "friedlichen" Atomprogramms habe.
Es war das erste öffentlich bekannte Telefonat zwischen Putin und Macron seit September 2022. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich die Beziehungen Moskaus zum Westen massiv verschlechtert.
K.Hill--AT