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Tim Klüssendorf mit 90,76 Prozent zum SPD-Generalsekretär gewählt
Der SPD-Parteitag hat Tim Klüssendorf zum neuen Generalsekretär gewählt. Der 33-Jährige aus Lübeck erhielt am Freitag bei dem Treffen in Berlin 90,76 Prozent der Stimmen. Zuvor hatten die Delegierten Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas zur neuen Ko-Vorsitzenden in den Parteispitze neben Vize-Kanzler Lars Klingbeil gewählt.
Klüssendorf war bereits kommissarisch als Generalsekretär im Amt, nachdem sein Vorgänger Matthias Miersch Anfang Mai zum Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt worden war. In seiner Bewerbungsrede kündigte er an, er wolle dafür sorgen, "dass echte Mitbestimmung in dieser Partei wieder möglich ist". Zudem wolle er sich für mehr Verteilungsgerechtigkeit einsetzen, denn "der Wohlstand in Deutschland wächst, aber immer weniger haben etwas davon".
In der Auseinandersetzung mit der zumindest in Teilen rechtsextremen AfD setzt Klüssendorf auch auf ein rechtliches Vorgehen. Es sei nicht hinzunehmen, "dass Menschen, die die Demokratie abschaffen wollen, in den Parlamenten sitzen", zielte er dabei auf ein Parteienverbot ab.
Kritik übte er an der Kommunikationsweise der Sozialdemokraten. Man habe sich in der Partei eine floskelhafte Sprechweise nach dem Motto: "Zusammen vor Ort werden wir die Menschen mitnehmen und ihre Zukunft solidarisch gestalten" angewöhnt. Dem wolle niemand mehr zuhören, das Ziel müsse sein so zu reden, "dass die Menschen uns auch verstehen".
P.Smith--AT