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Israel fängt Gaza-Hilfsschiff "Madleen" mit Greta Thunberg an Bord ab
Israel hat das Gaza-Hilfsschiff "Madleen" mit der Klimaaktivistin Greta Thunberg an Bord vor dem Eintreffen in dem Palästinensergebiet gestoppt. Das Boot sei auf sicherem Weg nach Israel umgeleitet worden, erklärte das israelische Außenministerium am Montag. Die Besatzung um Thunberg wollte Hilfsgüter durch die israelische Seeblockade in den Gazastreifen bringen. International wurde Israel für das Abfangen des Schiffs kritisiert, die Aktivisten an Bord bezeichneten sich als "entführt".
"Die 'Selfie-Yacht' der 'Promis'" liege mittlerweile in Israel vor Anker, erklärte das Außenministerium. Alle Passagiere seien "in Sicherheit und unbeschadet". Sie seien mit belegten Broten und Wasser versorgt worden. "Die winzige Menge an Hilfsgütern auf der Yacht, die nicht von den 'Promis' aufgebraucht wurde, wird nun über echte Hilfskanäle in den Gazastreifen gebracht", hieß es weiter. In einem von dem Außenministerium veröffentlichten Video sind die Aktivisten in orangefarbenen Rettungswesten zu sehen.
Die für die Fahrt der "Madleen" verantwortliche Organisation Freedom Flotilla Coalition hatte zuvor im Messengerdienst Telegram erklärt, die israelische Armee habe das Segelschiff gegen 03.02 Uhr MESZ gestoppt und seine Besatzung "entführt". Der Kontakt zu dem Segelschiff und seiner Besatzung sei abgebrochen. In einem vorab aufgezeichneten Video, das die Organisation nach dem Einschreiten der israelischen Armee veröffentlichte, sagte Thunberg: "Wenn Ihr dieses Video seht, wurden wir in internationalen Gewässern abgefangen und entführt."
Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Besatzung zunächst nicht erreichen. Der in Deutschland ansässige Sprecher der Freedom Flotilla Coalition, Mahmud Abu-Odeh, sagte AFP, die Aktivisten an Bord seien anscheinend festgenommen worden. Unter den Passagieren befindet sich auch die Deutsche Yasemin Acar. Die radikalislamische Hamas erklärte, das Schiff sei in den Hafen der israelischen Stadt Ashdod gebracht worden.
Der Iran und die Türkei warfen Israel wegen des Abfangen des Schiffs Völkerrechtsbruch vor. "Der Angriff auf dieses Schiff wird vor dem Völkerrecht als Form von Piraterie angesehen, da es in internationalen Gewässern geschah", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, in Teheran. Das türkische Außenministerium sprach in einer Erklärung von einem "abscheulichen Angriff" der eine "unverhohlene Verletzung des Völkerrechts" darstelle.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte die sofortige Rückkehr der sechs französischen Aktivisten an Bord der "Madleen". Ihnen sollte "so bald wie möglich die Rückkehr nach Frankreich erlaubt werden", forderte der Elysée-Palast.
Aus Deutschland erfuhren wiederum die Aktivisten Kritik. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, sagte der "Rheinischen Post": "Diese Selbstheroisierungs-Inszenierung ist von trauriger Lächerlichkeit." Die "Selfie-Flotilla" werde der Ernsthaftigkeit der Problematik nicht gerecht.
Das Segelschiff der sogenannten "Freedom Flotilla" war vor gut einer Woche von Sizilien aus in Richtung Gazastreifen aufgebrochen. Am Samstag hatte das Schiff der Besatzung zufolge ägyptische Gewässer erreicht und sich auf den Weg in Richtung Gazastreifen gemacht. Das Palästinensergebiet kann wegen einer israelischen Blockade seit Jahren nicht mehr per Schiff erreicht und mit Hilfsgütern versorgt werden.
Die Klimaaktivistin Thunberg wollte bereits Anfang Mai mit einem Schiff der "Freedom Flotilla" in den Gazastreifen reisen. Das Schiff war jedoch auf dem Weg beschädigt worden. Aktivisten vermuteten, Israel habe das Schiff mit einer Drohne angegriffen. Thunberg hatte wiederholt an pro-palästinensischen Protesten teilgenommen.
Der Gaza-Krieg war durch den Großangriff der Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben etwa 1210 Menschen getötet wurden. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums bislang mehr als 54.880 Menschen getötet, die Mehrheit von ihnen Zivilisten. Die UNO betrachtet diese Zahlen als glaubwürdig.
Wegen der katastrophalen Versorgungslage in dem Palästinensergebiet steht Israel zunehmend international in der Kritik. Nach einer gut zweimonatigen Blockade aller Hilfslieferungen in den Gazastreifen arbeitet Israel mittlerweile statt mit UN-Organisation mit der umstrittenen GHF-Stiftung zusammen, die eine Handvoll Verteilzentren im Gazastreifen betreibt. In deren Umgebung wurden in den vergangen Tagen nach palästinensischen Angaben immer wieder für Lebensmittel anstehende Menschen getötet, die Hamas macht israelische Soldaten verantwortlich.
H.Gonzales--AT