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20-Jähriger fliegt Drohne über Militärgelände: Polizeieinsatz in Wilhelmshaven
Ein 20-Jähriger hat mit einem Drohnenflug über einem Militärgelände in Wilhelmshaven einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Beamten wurden am Mittwoch wegen der Sichtung des Geräts über militärischem Sicherheitsbereich alarmiert, wie die Polizei in der niedersächsischen Stadt am Donnerstag mitteilte. Sie lokalisierten dann einen handelsübliche Drohne, die von dem jungen Mann aus Schortens gesteuert wurde.
Gegenüber den Polizisten gab er an, Probeflüge durchzuführen, um später im Bereich Filmproduktion tätig zu werden. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten die Drohne sowie das Mobiltelefon des 20-Jährigen und leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts verbotener Luftaufnahmen und der verbotenen Nutzung des Luftraums ein. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.
Den Behörden zufolge wurden in den vergangenen Monaten in Deutschland vermehrt Drohnensichtungen gemeldet, teils auch im Bereich kritischer Infrastrukturen. Wegen der angespannten sicherheitspolitischen Lage durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist die Sorge vor Spionage- und Sabotageakten groß. Der unbefugte Betrieb von Drohnen in sensiblen Bereichen etwa über Bundeswehrstandorten, Industrieanlagen oder Menschenansammlungen kann strafbar sein. In schwerwiegenden Fällen droht Haft.
H.Gonzales--AT