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Kampf gegen Drogenhandel: Sheinbaum lehnt Trump-Angebot zu Entsendung von Soldaten ab
Mexikos Staatschefin Claudia Sheinbaum hat nach eigenen Angaben ein Angebot von US-Präsident Donald Trump zur Entsendung von US-Soldaten in das Nachbarland im Kampf gegen den Drogenhandel abgelehnt. "Ich habe ihm gesagt: Nein, Präsident Trump, unser Staatsgebiet ist unantastbar, unsere Souveränität ist unantastbar, unsere Souveränität ist nicht käuflich", sagte Sheinbaum am Samstag bei einer öffentlichen Veranstaltung. Sie bezog sich dabei auf einen kürzlich erschienenen Bericht des "Wall Street Journal", in dem von einem angespannten Austausch zwischen beiden Staatsoberhäuptern die Rede war.
Bei ihrem jüngsten Telefonat habe Trump sie gefragt, wie er bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens helfen könne, sagte Sheinbaum weiter. Dabei habe er unter anderem die Entsendung von Soldaten vorgeschlagen. Sie habe dies jedoch abgelehnt und ihm gesagt, dass "wir niemals die Anwesenheit der US-Armee auf unserem Territorium akzeptieren werden".
Sie habe Trump eine Zusammenarbeit angeboten, unter anderem durch einen verstärkten Informationsaustausch, fügte Sheinbaum hinzu. Zudem habe sie Trump gedrängt, den illegalen Waffenhandel nach Mexiko zu stoppen.
Mexiko leidet seit vielen Jahren unter der Gewalt der mächtigen Drogenkartelle. Seit dem Start einer umstrittenen Militäroperation zur Drogenbekämpfung im Jahr 2006 sind in dem lateinamerikanischen Land fast 450.000 Morde registriert worden. Offiziellen Angaben zufolge stammt ein Großteil der von kriminellen Gruppierungen in Mexiko benutzten Waffen aus den Vereinigten Staaten.
Trump hatte vergangene Woche in einem Interview mit dem konservativen Magazin "The Blaze" gesagt, er habe der mexikanischen Regierung angeboten, sie im Kampf gegen die Drogenkartelle zu unterstützen - sei aber abgewiesen worden. Ohne weitere Einzelheiten zu nennen, sagte Trump in dem Mediengespräch: "Man könnte sagen, dass irgendwann vielleicht etwas passieren muss. So wie es ist, kann es nicht weitergehen."
Trump wirft der mexikanischen Regierung vor, nicht genug gegen die illegale Migration und den Drogenschmuggel in die USA zu unternehmen. Zuletzt hatte er den Druck auf Mexiko erhöht, unter anderem mit der Ankündigung von Zollaufschlägen. Anfang März verärgerte er das südliche Nachbarland zudem mit der Äußerung, es werde "komplett von kriminellen Kartellen beherrscht, die morden, vergewaltigen, foltern und die totale Kontrolle" ausübten und "eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit" der USA darstellten.
A.Anderson--AT