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Bewährungsstrafe wegen Übergriffs nach Vorlesung über Judenfeindlichkeit in Hamburg
Nach einem tätlichen Übergriff auf eine Dozentin nach einer Vorlesung zum Thema Judenfeindlichkeit an der Hamburger Universität ist eine 27-Jährige zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Amtsgerichts in der Hansestadt sah es nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Montag als erwiesen an, dass die Angeklagte die Wissenschaftlerin im Mai vergangenen Jahres beschimpft hatte. Als die Dozentin die Konfrontation mit ihrem Handy filmen wollte, wurde sie von der Beschuldigten geschlagen.
Laut Urteil muss die Angeklagte ihrem Opfer zusätzlich insgesamt rund 2400 Euro an Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen. In die Verurteilung floss zudem eine Attacke auf einen Polizisten ein, welche die Beschuldigte unabhängig von dem Vorfall nach der Vorlesung begangen hatte. Schuldig gesprochen wurde sie unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Beschuldigten um eine propalästinensische Aktivistin. Zu dem Angriff auf den Polizisten kam es demnach in einem Protestcamp in Universitätsnähe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rechtsmittel dagegen sind laut Gericht noch möglich.
A.Anderson--AT