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Spendenaufruf für überlebende Bibas-Geisel erzielt in kurzer Zeit 1,5 Millionen Euro
Weltweit haben Menschen das Schicksal der von der Hamas verschleppten Familie Bibas verfolgt - nun hat ein Spendenaufruf für den einzigen Überlebenden und aus der Geiselhaft freigelassenen Vater Jarden Bibas innerhalb von 24 Stunden umgerechnet 1,5 Millionen Euro eingebracht. Mehr als 31.000 Menschen beteiligten sich bereits an der am Sonntag gestartete Sammlung "Alle für Jarden Bibas", wie die Spendenwebsite am Montag mitteilte.
Aufgerufen zu der Aktion hatte Jardens Vater Eli Bibas, um seinem Sohn dabei zu helfen, nach mehr als einem Jahr in der Gewalt der radikalislamischen Hamas "physisch, moralisch und wirtschaftlich" wieder auf die Beine zu kommen.
Der Ehemann und Familienvater Bibas war bei dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 aus dem Kibbuz Nir Oz in den Gazastreifen verschleppt worden. Auch seine Frau, die Deutsch-Israelin Shiri Bibas, sowie die damals vier Jahre und achteinhalb Monate alten Kinder Kfir und Ariel wurden entführt. Die Kinder waren die jüngsten Geiseln, die von den Islamisten verschleppt wurden. Sie wurden in Israel und weltweit zum Symbol für die Grausamkeit der Hamas und ihrer Verbündeten.
Während Jarden Bibas am 1. Februar nach mehr als 15 Monaten im Rahmen eines Waffenruhe-Abkommens zwischen Israel und der Hamas freikam, wurden von seiner Frau und den beiden Kindern kurz darauf lediglich die Leichen an Israel überstellt. Die Umstände ihres Todes sind nach wie vor unklar: Nach Darstellung der Hamas waren Shiri Bibas und ihre Kinder bei einem israelischen Luftangriff zu Beginn des Gaza-Krieges getötet worden. Nach israelischen Angaben wurden sie jedoch ermordet.
Sein Sohn Jarden habe bei seiner Freilassung feststellen müssen, "dass er alles verloren hat, seine Familie, sein Haus und alles, was er besaß", schreibt Vater Eli Bibas zu dem Spendenaufruf. "Jetzt sind wir für ihn da."
Von den 251 am 7. Oktober von der Hamas aus Israel verschleppten Geiseln befinden sich nach wie vor 58 im Gazastreifen. 34 von ihnen sollen nach Angaben der israelischen Armee tot sein.
R.Chavez--AT