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Hamas will Leichen der Bibas-Kinder und ihrer Mutter Shiri übergeben
Vor der Übergabe von vier getöteten Geiseln am Donnerstag aus dem Gazastreifen an Israel haben die Angehörigen der Deutsch-Israelin Shiri Bibas und ihrer beiden Söhne Kfir und Ariel erklärt, sie würden auf eine Bestätigung von offizieller Seite warten. "Sollten wir eine niederschmetternde Nachricht erhalten, muss diese über die richtigen offiziellen Kanäle erfolgen, nachdem alle Identifizierungsverfahren abgeschlossen sind", erklärte die Familie Bibas am späten Mittwochabend. Zuvor hatte die islamistische Hamas mitgeteilt, dass sie am Donnerstag vier Leichen von Geiseln an Israel übergeben wolle, darunter Shiri, Kfir und Ariel Bibas.
Die israelischen Behörden haben bislang keine offiziellen Namen der zu überführenden Leichen genannt, die am 7. Oktober bei dem brutalen Überfall der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurden. Das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte jedoch am Mittwoch, dass es eine entsprechende Liste erhalten habe. Die Familien seien informiert worden.
Dem öffentlich-rechtlichen Sender Kan zufolge hat das nationale Institut für Gerichtsmedizin in Tel Aviv zehn Ärzte mobilisiert, um die Identifizierung der Leichen zu beschleunigen.
Am späten Mittwochabend hatte das Forum der Geisel-Familien mitgeteilt, es habe die "erschütternde Nachricht" erhalten, "dass Shiri Bibas, ihre Kinder Ariel und Kfir sowie Oded Lifshitz nicht mehr unter uns sind".
Kfir und Ariel Bibas sind die letzten Kinder, die noch von der Hamas als Geiseln im Gazastreifen festgehalten werden. Die Hamas hatte die Kleinkinder sowie deren Eltern Shiri und Jarden vor mehr als 16 Monaten aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt. Kfir war damals gerade einmal neun Monate alt, sein Bruder Ariel vier Jahre.
Die Bilder der beiden rothaarigen Jungen und ihrer verzweifelten Mutter bei der Entführung sind in Israel zu einem Symbol für den brutalen Hamas-Angriff auf den Süden Israels geworden. Als einziges Familienmitglied ließ die Hamas vor zweieinhalb Wochen den Vater Jarden Bibas frei. Seine Frau und seine Kinder waren getrennt von ihm in der Gewalt der Hamas im Gazastreifen.
Die islamistische Hamas hatte Shiri Bibas und ihre Kinder bereits für tot erklärt. Angeblich wurden sie bei einem israelischen Luftangriff im November 2023 getötet. Israels Behörden hatten dies jedoch nicht bestätigt.
Nach der Übergabe der Leichen am Donnerstag will die radikalislamische Miliz nach eigenen Angaben sechs lebende Israelis freilassen.
H.Romero--AT