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Trump: Treffen mit Putin könnte "sehr bald" stattfinden
US-Präsident Donald Trump könnte sich nach eigenen Angaben "sehr bald" mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin treffen. "Es gibt noch kein Datum, aber es könnte sehr bald sein", sagte Trump am Sonntag auf die Frage eines Journalisten, wann er den Kreml-Chef in Saudi-Arabien treffen werde. Er glaube, Putin "will aufhören zu kämpfen", fügte der US-Präsident hinzu. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte indes davor, Putin zu vertrauen und vor einer Schwächung der Nato.
Rund zwei Wochen vor dem dritten Jahrestag des Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hatte Trump am Mittwoch mit Putin telefoniert. Im Anschluss an das anderthalbstündige Gespräch erklärte er, er habe mit dem Kremlchef den "unverzüglichen" Beginn von Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine vereinbart.
Dies weckte Befürchtungen, die Ukraine wie auch die europäischen Partner würden von den Gesprächen ausgeschlossen. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sprach sich US-Vizepräsident JD Vance am Freitag für eine Beteiligung der Europäer an den Verhandlungen aus. Trumps Sondergesandter für die Ukraine, Keith Kellogg, sagte dann am Samstag in München, die Europäer würden nicht mit am Verhandlungstisch sitzen - könnten aber einen "Beitrag" leisten.
Trump am Sonntag weiter, es habe "lange und harte" Gespräche seines Teams mit Vertretern Russlands gegeben. Unter den US-Vertretern sei auch Trumps Nahost-Gesandter Steve Witkoff gewesen, der Putin laut Trump vor Kurzem getroffen habe. Das Treffen zwischen Witkoff und Putin habe drei Stunden gedauert, sagte Trump.
Auf die Frage eines Journalisten, ob Trump glaube, dass Putin die gesamte Ukraine erobern wolle, sagte der US-Präsident, "das habe ich ihn gefragt" und fügte hinzu: "Wenn er weiter macht (...), wäre das ein großes Problem für mich." Trump sagte weiter: "Ich glaube, er will es beenden und sie wollen es schnell beenden. Beide." Selensykj wolle "es auch beenden".
Der ukrainische Präsident sagte in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC, dass Trump seiner Meinung nach den Einfluss habe, Putin zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine zu drängen. Dem Kremlchef dürfe jedoch niemals vertraut werden.
Mit dieser Botschaft wandte er sich auch an die Europäer. Sollte die Nato durch ein geringeres Engagement der USA geschwächt werden, könnte Putin dies nutzen. "Wir glauben, dass Putin Krieg gegen die Nato führen wird", sagte Selenskyj bei NBC. Putin warte möglicherweise "auf eine Schwächung der Nato", die dadurch ausgelöst werden könnte, "dass die Vereinigten Staaten von Amerika darüber nachdenken werden, ihr Militär aus Europa abzuziehen".
Selensykjs Warnung besorge ihn "nicht einmal ein bisschen", sagte Trump.
Der ukrainische Präsident hatte die europäischen Verbündeten bereits bei seinem Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag vor möglichen russischen Angriffen gewarnt. Angesichts der Politik der neuen US-Regierung müsse Europa "unabhängig" von Washington werden. Die Zeit für die gemeinsamen "Streitkräfte von Europa" sei gekommen, sagte Selenskyj.
Die Sicherheitskonferenz, die von Freitag bis Sonntag in der bayerischen Landeshauptstadt stattfand, war geprägt von der Unsicherheit über die künftige Linie der US-Sicherheitspolitik und Appellen an eine stärkere europäische Eigenständigkeit bei der Verteidigung. Vor diesem Hintergrund treffen sich europäische Staats- und Regierungschefs am Montag zu einem informellen Gipfeltreffen zu Beratungen über die Lage in der Ukraine und "die Herausforderungen für die Sicherheit in Europa".
Teilnehmen nehmen wird neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch der britische Premier Keir Starmer, der nach eigenen Worten bereit zu einer Entsendung britischer Soldaten in die Ukraine ist. In einem Gastbeitrag in der Zeitung "Daily Telegraph" vom Sonntag schrieb Starmer, die führende Rolle, die London bisher bei der Unterstützung Kiews eingenommen habe, "bedeutet auch, bereit und willens zu sein, zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine beizutragen, indem wir bei Bedarf unsere eigenen Truppen vor Ort einsetzen".
Der britische Regierungschef hatte angekündigt, Trump "in den kommenden Tagen" zu treffen. Großbritannien habe eine "einzigartige Rolle", wenn es darum gehe, dafür zu sorgen, dass die USA und Europa künftig weiter zusammenarbeiten.
In Bezug auf mögliche Ukraine-Verhandlungen soll es unter Leitung von US-Außenminister Macro Rubio in den kommenden Tagen zu einem Treffen zwischen US-Diplomaten und russischen Unterhändlern in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad kommen. Ob auch Vertreter der Ukraine anwesend sein werden, ist bisher nicht klar. Auch wer für Russland teilnehme, wisse er bisher nicht, sagte Rubio in einem Interview mit dem US-Sender CBS.
"Es ist noch nichts entschieden", sagte der US-Außenminister. Ziel sei es, mit dem Treffen "breitere Gespräche" anzustoßen, "die die Ukraine einschließen würden und das Ende des Krieges beinhalten würden". An dem Treffen in Riad sollen für die USA auch Witkoff und Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Waltz teilnehmen.
Rubio betonte, für einen Friedensprozess brauche es mehr als ein Treffen. Zudem werde sich in den "kommenden Wochen und Tagen" zeigen, ob Putin "es ernst meint oder nicht".
A.Clark--AT