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Selenskyj: Ohne US-Unterstützung hat Ukraine "kaum Chance zu überleben"
Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges sieht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Überlebenschancen seines Landes ohne US-Militärhilfen schwinden. Die "schwierige Situation", in der sich die Ukraine befinde, sei bekannt, sagte Selenskyj am Freitag in dem Auszug eines Interviews mit dem Sender NBC, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden soll. "Aber ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten werden wir kaum eine Chance haben zu überleben."
Selenskyjs Äußerungen erfolgten inmitten zunehmender Ungewissheit über die Haltung der USA zum Ukraine-Krieg. US-Präsident Donald Trump Trump hatte am Mittwoch ein anderthalbstündiges Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt, ohne sich vorab mit den Europäern abzustimmen. Im Anschluss erklärte er, er habe mit Putin einen "unverzüglichen" Beginn von Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine vereinbart.
Selenskyj sagte am Freitag in einer Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz, er sei erst dann zu einem Treffen mit Putin bereit, wenn sich die Ukraine und ihre Verbündeten auf einen Plan zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen sein Land geeinigt hätten. Es dürften keine Entscheidungen über sein Land ohne Einbeziehung der Ukraine getroffen werden.
Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf die Militärhilfen seines Landes an die Ukraine wiederholt kritisiert. In Kiew und bei westlichen Verbündeten besteht die Sorge, dass die Ukraine durch ausbleibende US-Militärhilfen zur Abgabe eines großen Teils des von Russland besetzten Territoriums gezwungen werden könnte.
T.Perez--AT