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Pistorius in Paris: Engere Einbindung von deutsch-französischer Brigade in Nato vereinbart
Die Deutsch-Französische Brigade soll künftig stärker in Nato-Strukturen eingebunden werden. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein französischer Kollege Sébastien Lecornu unterzeichneten am Donnerstag in Paris eine entsprechende Absichtserklärung. "Das ist ein ganz wichtiger qualitativer Schritt für die Brigade, aber auch für unser gemeinsames Projekt", sage Pistorius. "Wir setzen damit die Beschlüsse des deutsch-französischen Sicherheitsrats um", fügte er hinzu.
Damit könnten Teile der binationalen Brigade bei einer Übung des Multinationalen Korps Nordost an der Ostflanke der Nato eingesetzt werden. "Damit stärken wir im deutsch französischen Tandem die Ostflanke der Nato und damit die Verteidigungsfähigkeit Europas", sagte Pistorius.
Auch die gemeinsame Entwicklung des Kampfpanzers der Zukunft kam ein Stück voran. Vertreter der beteiligten Unternehmen unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen, das laut Pistorius den Weg frei macht zu einer Projektgesellschaft der vier beteiligten Konzerne. An der Entwicklung des Kampfpanzers MGCS sind KNDS Deutschland (ex-KMW), KNDS France (ex-Nexter), Rheinmetall und Thales beteiligt.
"Sie sehen, dass der deutsch französische Motor nicht stottert. Er läuft", sagte Pistorius. "Er läuft, weil es wechselseitiges, tiefes Vertrauen gibt."
Für Pistorius könnte das Treffen mit seinem französischen Amtskollegen je nach Ausgang der Bundestagswahl Ende Februar möglicherweise das letzte in diesem Format gewesen sein. Der Bundesverteidigungsminister hatte zum Auftakt des Besuchs die im Dezember wieder eröffnete Kathedrale Notre-Dame besucht und sich von deren Restaurierung beeindruckt gezeigt. "Dieses historische, europäische, französische Monument unserer abendländischen Kultur so schnell und so wundervoll wiederhergestellt zu haben, ist etwas, wofür die Welt Frankreich bewundert", sagte Pistorius.
R.Garcia--AT