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Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi fordert Ende der Islamischen Republik
Die im Iran vorübergehend aus der Haft entlassene Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi hat in einer Videoschalte mit französischen Abgeordneten ein Ende der Islamischen Republik gefordert. "Jede Verhandlung mit der Islamischen Republik, die die Grundrechte des iranischen Volkes nicht berücksichtigt, wird nur die religiöse Tyrannei stärken", sagte sie vor dem parlamentarischen Ausschuss für Frauenrechte am Donnerstag.
"Ich bin überzeugt von der Notwendigkeit, die Islamische Republik zu beenden", fügte sie hinzu. Mohammadi zeigte sich ohne Kopfbedeckung, flankiert von Fotos ihrer beiden in Paris lebenden Kinder, die sie seit zehn Jahren nicht mehr persönlich sehen konnte. Die 52-Jährige war im Dezember aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend aus der Haft entlassen worden. Ihre Anwälte rechnen damit, dass sie jederzeit wieder inhaftiert werden kann.
Mohammadi war zuletzt drei Jahre im Gefängnis gewesen. Sie war in den vergangenen 25 Jahren wegen ihres Einsatzes gegen den Kopftuchzwang und gegen die Todesstrafe immer wieder verurteilt und inhaftiert worden. Im vergangenen Juni war sie zu einem weiteren Jahr Gefängnis wegen "Propaganda gegen den Staat" verurteilt worden.
2023 wurde sie für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihre beiden Kinder hatten den Preis stellvertretend für sie in Empfang genommen.
E.Hall--AT