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Trump ordnet Rückzug der USA aus Pariser Klimaabkommen an
US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung wahrgemacht und den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen angeordnet. Vor jubelnden Anhängern in Washington unterzeichnete der Republikaner am Montagabend (Ortszeit) ein entsprechendes Dekret. Das Pariser Klimaabkommen ist eine internationale Übereinkunft zur Begrenzung der Erderwärmung, um den Gefahren des Klimawandels entgegen zu wirken.
Der Republikaner unterzeichnete zugleich ein Schreiben an die Vereinten Nationen, in dem er die Absicht seiner Regierung zum Ausstieg aus dem Abkommen erklärte. Es gilt eine einjährige Frist, bis ein Ausstieg in Kraft treten kann.
Außer den Vereinigten Staaten ist bislang kein anderes Land aus dem 2015 vereinbarten Paris-Abkommen ausgetreten. Weltweit gibt es nicht einmal eine Handvoll Länder, die sich nicht zu dem wegweisenden Abkommen bekennen.
Es sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Dazu sollen die weltweiten Treibhausgasemissionen schnell gesenkt werden, um Mitte des Jahrhunderts Klimaneutralität zu erreichen. Fossile Energieträger wie Erdöl sollen dann praktisch nicht mehr nutzbar sein.
Trump will jedoch die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen seines Landes massiv ausweiten. In seiner Antrittsrede am Montag kündigte er die Ausrufung des nationalen Energie-Notstands sowie die Rücknahme zahlreicher Klimaschutzmaßnahmen seines Vorgängers Joe Biden an.
Für die internationalen Klimaschutzbemühungen ist Trumps Entscheidung ein Rückschlag. Denn die USA sind die größte Volkswirtschaft und der zweitgrößte Treibhausgasemittent weltweit.
Der neue US-Präsident zweifelt wissenschaftliche Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel an. Die fortschreitende Erderwärmung führt zu häufigeren und intensiveren Extremwetter-Ereignissen wie Stürmen und Waldbränden wie zuletzt die verheerenden Feuer rund um Los Angeles.
M.White--AT