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Bayerischer SPD-Politiker von Brunn tritt auch als Landesparteichef zurück
Nach seinem angekündigten Rückzug vom Posten des Landtagsfraktionschefs will der bayerische SPD-Politiker Florian von Brunn nun auch den Ko-Vorsitz der bayerischen SPD abgeben. Er werde am Montag offiziell als Vorsitzender zurücktreten, kündigte der 55-Jährige am Sonntag in einer persönlichen Erklärung an, die auf der Internetseite der bayerischen SPD veröffentlicht wurde. Zur Begründung verwies er auch auf "persönliche Verletzungen" und die innere Zerstrittenheit der bayerischen SPD.
Seine Ko-Vorsitzende Ronja Endres werde "weitermachen und die Bayern-SPD hervorragend führen", schrieb von Brunn. In seiner Erklärung ging er auf innerparteiliche Kritik an ihm ein: "Manche berechtigte Kritik kann und muss ich annehmen", schrieb von Brunn. "Aber vieles entspricht auch nicht der Wahrheit."
Je länger diese Situation andauere, desto mehr Schaden entstehe für die bayerische SPD. "Ich will nicht, dass sie jetzt im Streit versinkt", schrieb von Brunn. Es sei "Zeit, persönliche Verletzungen zurückzustellen. Es geht um die Zukunft von Partei und Landtagsfraktion."
Am Donnerstag war bereits bekannt geworden, dass von Brunn bei einer für Dienstag angesetzten Neuwahl des Fraktionsvorstands nicht mehr antreten wird. Am Mittwochabend hatte die SPD-Landtagsfraktion ihm das Vertrauen entzogen. Der gebürtige Münchner von Brunn ist seit 2021 Partei- und Fraktionschef der bayerischen SPD.
Er baue nun auf "breite Unterstützung" für Endres, schrieb von Brunn weiter. Sie sei "eine echte Kämpferin, und sie engagiert sich unglaublich für uns". Von Brunn unterstützte außerdem den bisherigen Fraktionsvize Holger Grießhammer, der für den Fraktionsvorsitz kandidieren will, als seinen Nachfolger in der Fraktion, und wünschte ihm "alles Gute und eine glückliche Hand".
Für sich selbst kündigte er an, dass er "selbstverständlich weiter für die Sozialdemokratie und soziale Politik für die Menschen kämpfen" werde. Bei der Landtagswahl 2023 hatten die Sozialdemokraten im Freistaat nur 8,4 Prozent geholt. Bei der Europawahl stimmten 8,9 Prozent der bayerischen Wähler für sie.
D.Lopez--AT