-
Mehr Eisbrecher und Unterseekabel: EU stellt neue Arktisstrategie vor
-
Ausschreitungen in Frankreich: Innenminister mit Manipulationsvorwurf konfrontiert
-
Mecklenburg-Vorpommern: AfD-Kandidat scheitert bei Landtagspräsidentenwahl
-
Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen Öko-Stromanbieter Grüüün ein
-
Stromausfall sorgt für Störungen bei Google-Diensten - britische Banken betroffen
-
Motsi Mabuse berichtet von Alltagsrassismus in Deutschland
-
Berliner Koalitionspläne verschärfen Streit über den Linke-Landesverband
-
Macron setzt nach landesweiten Protesten auf schärfere Sicherheitsmaßnahmen
-
EU-Reaktionen auf Frankreichs Proteste offenbaren unterschiedliche Maßstäbe
-
Zehn Jahre nach BASF-Unglück bleibt juristische Aufarbeitung umstritten
-
Berliner Polizei prüft WhatsApp-Aufnahmen eines Beamten
-
RNZ-Leser halten die Farben des Herbstes im Neckar-Odenwald-Kreis fest
-
Frankreich verhängt nach Ausschreitungen örtliche Ausgangssperren
-
Berliner Linke berät über möglichen Ausschluss von Vanessa Emde
-
Lehrkräftemangel trifft Förderschulen in Baden-Württemberg besonders stark
-
SEK nimmt Mann nach Schüssen in Oberfischach fest
-
Mercedes erweitert Classic Center in Fellbach deutlich
-
Dreizehnjähriger spielt Klavier auf dem Teufelstisch im Bodensee
-
Israels Wirklichkeit entzieht sich einfachen deutschen Zuschreibungen
-
Biologin warnt vor technischen Eingriffen in komplexe Ökosysteme
-
Europäische Protestwelle erhöht den Druck auf die EU-Spitze
-
Hubertus Heil schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz nicht aus
-
Russische Luftangriffe verkürzen in Kyjiw die Zeit bis zum Schutzalarm
-
Alltag in Magdeburg wird zum Schauplatz politischer Missverständnisse
-
Tom-Cruise-Satire „Digger“ bleibt trotz Kampagne hinter Erwartungen
-
Trump nutzt Frankreichs Unruhen im Wahlkampf in Kansas
-
Musk verspricht jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie
-
Union greift Berliner SPD nach rot-grün-roten Sondierungen an
-
Österreichische Ministerin kritisiert Berliner Migrationspläne
-
Dobrindt verschärft Deutschtests wegen wachsender Betrugsvorwürfe
-
Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf Koalitionsgespräche
-
Investitionsgipfel in Berlin bringt Regierung und Großunternehmen zusammen
-
Mercedes baut Oldtimer-Angebot am Standort Fellbach aus
-
Hegseth trifft Netanjahu kurz vor Israels Parlamentswahl
-
Model Sahara Ray stirbt mit 34 Jahren
-
Schwedisches Königshaus serviert nordisches Menü beim Staatsbankett
-
Trump erwägt Dreiergipfel mit Putin und Xi
-
Europas Ukraine-Kurs gerät angesichts neuer US-Signale unter Druck
-
Deutsche Industrie verlor seit 2019 fast 500.000 Arbeitsplätze
-
Debatte über eine KI-Abgabe stößt auf praktische Steuerfragen
-
Ukraine-Krieg: Selenskyj sucht in Oslo Verständigung mit US-Unterhändler Witkoff
-
Kassenärzte warnen vor längeren Wartezeiten - Kritik von Kassen und Patientenschützern
-
Mutmaßlicher Geisterfahrer nach Unfall in Bayern wegen Mordversuchs in Haft
-
US-Außenminister Rubio hält Handelseinigung mit Indien für greifbar
-
Angriff mit Auto auf australische Abgeordnete: 43-Jähriger angeklagt
-
Bitkom: Jeder Fünfte häufig von Nachrichtenflut in Chats überfordert
-
FC Bayern: Neuer trainiert - Kompany und Kimmich fehlen
-
Eine Million Euro Schaden: Mutmaßlich betrügerischer Anwalt in Niedersachsen in Haft
-
Abgeordnete meldet sich krank: Berliner Linksfraktion vertagt Entscheidung zu Emde
-
Polizei räumt in Lissabon Protestlager gegen Wohnungsnot - 55 Festnahmen
Zwei Tote und hunderte Verletzte bei Ausschreitungen in Neukaledonien
Bei gewaltsamen Protesten gegen eine Reform des Wahlrechts im französischen Überseegebiet Neukaledonien sind zwei Menschen getötet worden. Zudem wurden "hunderte" Menschen nach Angaben des französischen Innenminister Gérald Darmanin bei den Unruhen in der Nacht zum Mittwoch verletzt, darunter etwa hundert Polizisten und Gendarmen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief angesichts des Gewaltausbruchs eine Krisensitzung ein.
Eine der getöteten Personen wurde nach Angaben des französischen Hochkommissars, Louis Le Franc, dem Vertreter Frankreichs in Neukaledonien, erschossen. Die Kugel kam demnach jedoch nicht aus der Waffe eines Mitglieds der Sicherheitskräfte, sondern wurde von jemanden abgefeuert, der "sich sicherlich verteidigen wollte", sagte er.
Nach ersten Ausschreitungen am Montag hatten die Behörden in der Hauptstadt Nouméa ab Dienstagabend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, die von den Protestierenden jedoch missachtet wurde. Etwa zehn Gebäude wurden laut Darmanin in Brand gesetzt. In der Stadt waren zahlreiche beschädigte und ausgebrannte Autos zu sehen, während Polizei und Gendarmerie Streife fuhren.
Le Franc bezeichnete die Situation als "aufständisch". Ihm zufolge kam es zu Schusswechseln zwischen "Randalierern und zivilen Verteidigungskräften". Allein in der Hauptstadtregion kam es Behördenangaben zufolge zu 140 Festnahmen.
Am Mittwochmorgen bildeten sich aufgrund von Versorgungsengpässen und der Schließung zahlreicher Geschäfte lange Schlangen vor geöffneten Supermärkten und Apotheken. In einigen Vierteln bewaffneten sich Bewohner mit Golf- und Krocketschlägern. "Die Polizei hat viel zu tun, deswegen versuchen wir uns zu schützen", sagte der 42-jährige Sébastien, Bewohner des Viertels Tuband in Nouméa. "Wenn es richtig heiß her geht, rufen wir die Polizei. Unser Ziel ist es, dass jedes Viertel eine eigene Miliz hat."
Hintergrund der Proteste ist eine von der Regierung in Paris diskutierte Verfassungsreform in dem rund 300.000 Bewohner zählenden Überseegebiet im Pazifik. Demnach soll die Wählerschaft bei Provinzwahlen erweitert werden. Bislang dürfen Inselbewohner, die in den vergangenen 25 Jahren vom französischen Festland oder aus anderen Ländern gekommen sind, nicht an Provinzwahlen teilnehmen. Das sind fast 20 Prozent. Anhängerinnen und Anhänger der Unabhängigkeitsbewegung auf der Insel befürchten, dass eine Reform des Wahlrechts den Einfluss des französischen Festlands verstärkt.
Die französische Nationalversammlung in Paris hatte der Reform in der vergangenen Nacht zugestimmt. Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, muss sie noch von einer gemeinsamen Versammlung aus beiden Parlamentskammern bestätigt werden. Laut Macron soll diese Abstimmung noch vor Ende Juni stattfinden.
Der zur Unabhängigkeitsbewegung zählende Regionalpräsident von Neukaledonien, Louis Mapou, sagte, das Pariser Votum der vergangenen Nacht habe "große Auswirkungen auf unsere Fähigkeit, Neukaledoniens Geschäfte zu führen".
Th.Gonzalez--AT