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Ermittler nehmen mutmaßlichen IS-Kämpfer in Baden-Württemberg fest
Ermittler haben einen mutmaßlichen Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Baden-Württemberg festgenommen. Der 35-Jährige soll dem IS von Mitte 2012 bis Mitte 2015 in Syrien angehört haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mitteilte. Zudem soll er Mitglied der radikalislamischen Organisation Katibat Abu Bakr al-Siddik gewesen sein, die zwischen 2012 und 2014 mit anderen Gruppen gegen syrische Truppen kämpfte und "terroristische Methoden" genutzt haben soll.
Als Kämpfer soll er den Ermittlern zufolge an vier Gefechten um den Militärflughafen in Deir Essor in Syrien beteiligt gewesen sein. Darüber hinaus sei er die "rechte Hand" des Anführers der Katibat Abu Bakr al-Siddik gewesen. Nach der Machtübernahme durch den IS in der Provinz rund um den Flughafen 2014 habe sich der 35-Jährige dem IS angeschlossen und sei "rechte Hand" des örtlichen Verantwortlichen der Miliz gewesen.
Dabei habe er unter anderem zur Finanzierung des IS beigetragen. Ende 2016 floh er aus Syrien über die Türkei und Griechenland nach Deutschland, wo er seit Ende 2022 lebt. Hinweise auf die Planung von Straftaten in Deutschland gebe es nicht. Bei dem Verfahren handelt es sich nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft um das erste in Deutschland, in dem ein Mitglied der Katibat Abu Bakr al-Siddik festgenommen wurde. Seit Mittwoch sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
H.Romero--AT