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Spanien gedenkt der islamistischen Anschläge vom 11. März 2004
Spanien hat am Montag zum 20. Jahrestag der islamistischen Anschläge vom 11. März 2004 in Madrid der Opfer gedacht. Am Tag der Sprengstoffattentate auf vier Pendlerzüge in der spanischen Hauptstadt sei "Ungläubigkeit dem Schmerz gewichen", sagte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez vor den geladenen Gästen der Gedenkfeier, an der unter anderem das Königspaar, Felipe VI. und Letizia, teilnahm.
Bei den Angriffen, die in Spanien kurz "11-M" genannt werden, starben 193 Menschen. Sie sind das bis heute folgenschwerste islamistische Attentat in der europäischen Geschichte.
Die spanische Regierung machte zunächst die baskische Untergrundorganisation ETA verantwortlich. Später stellte sich heraus, dass das islamistische Netzwerk Al-Kaida dahinter stand. 2007 wurden in dem Zusammenhang 19 Menschen verurteilt, nur drei von ihnen sind heute noch in Haft.
Nach den Anschlägen von Madrid wurde der 11. März zum europäischen Gedenktag für die Opfer von Terrorismus. Die Bundesregierung hatte den 11. März im Jahr 2022 zum jährlichen nationalen Gedenktag für die Opfer von Terrorismus erklärt.
Die Gedenkveranstaltung am Montag in der Nähe des spanischen Königspalasts wurde von der Europäischen Kommission veranstaltet. "Wir wissen, dass wir nicht alleine sind", sagte Regierungschef Sánchez mit Blick auf die 27 in der EU vereinten Partnerländer. Diese seien "in Vielfalt vereint".
Im Madrider Bahnhof Atocha, an dem sich am 11. März 2004 der größte Teil der Explosionen ereignete, versammelten sich Passanten an einer unterirdischen, in kobaltblauer Farbe getauchten neuen Gedenkstätte, die am Sonntag eröffnet worden war. Die vorherige Gedenkstätte hatte wegen des Ausbaus einer U-Bahn-Linie abgebaut werden müssen.
R.Lee--AT