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Putin: In der Ukraine getötete Strafgefangene haben ihre Schuld beglichen
Aus russischen Gefängnissen rekrutierte Kämpfer, die an der Front in der Ukraine getötet wurden, haben nach Angaben von Russlands Präsident Wladimir Putin ihre Schuld gegenüber der Gesellschaft beglichen. "Sie sind gestorben. Wir sind alle Menschen, jeder kann Fehler machen, sie haben welche gemacht", sagte Putin am Freitag bei einem Empfang in der Ukraine eingesetzter russischer Soldaten.
Über die Verstorbenen sagte der Staatschef weiter, diese hätten ihr Leben für ihr Vaterland gegeben und sich selbst "vollständig rehabilitiert".
Vor seinem Gespräch mit den Militärangehörigen, das im russischen Staatsfernsehen übertragen wurde, wollte Putin nach eigenen Angaben mit einer Schweigeminute ehemaliger Häftlinge gedenken, die nahe dem südukrainischen Uroschajne gefallen waren und deren Begräbnis für Freitag geplant war.
Der russische Präsident bezeichnete die bei Uroschajne eingesetzten Soldaten als "herausragende Vorbilder für Mut und Heldentum". Der russischen Armee war es dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge nahe dem südukrainischen Ort gelungen, einen ukrainischen Angriff zurückzuschlagen.
Nach dem Beginn des Angriffs gegen die Ukraine im Februar 2022 waren Zehntausende Häftlinge in russischen Gefängnissen rekrutiert worden. Als Gegenleistung für einen Einsatz an der Front wurde ihnen die Freilassung versprochen. Neben der russischen Armee warb besonders die Söldnergruppe Wagner auf diesem Weg Kämpfer an.
Russische Häftlinge waren unter anderem im ostukrainischen Bachmut im Einsatz, bei der längsten und blutigsten Schlacht des Konflikts. Nach ihrer Wiedereingliederung in die russische Gesellschaft wurden die ehemaligen Häftlinge teilweise erneut straffällig.
H.Gonzales--AT