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Guterres verurteilt neues nukleares Wettrüsten - Pjöngjang warnt vor "Atomkrieg"
UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einem neuen atomaren Wettrüsten gewarnt, das einen Schatten der "Vernichtung" auf die Welt werfe. "Es wird wieder mit nuklearen Säbeln gerasselt. Das ist Wahnsinn", sagte Guterres zum Abschluss der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York am Dienstag. Nordkorea warnte unterdessen, die koreanische Halbinsel stehe am "Rand eines Atomkriegs".
"Wir müssen den Kurs ändern", forderte der UN-Generalsekretär anlässlich des internationalen Tags für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen. Er rief dazu auf, den Atomwaffensperrvertrag und weitere internationale Verträge zur Abrüstung von Atomwaffen mit neuem Leben zu füllen.
Das Friedensforschungsinstitut Sipri hatte im Juni berichtet, dass die Atommächte der Welt, insbesondere China, die Investitionen in ihre Atomwaffenarsenale 2022 das dritte Jahr infolge angehoben hätten. Zwar sei die Gesamtzahl an Nuklearsprengköpfen der Länder Großbritannien, China, Frankreich, Indien, Israel, Nordkorea, Pakistan, Russland und USA im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,6 Prozent auf 12.512 gefallen, erklärte Sipri. Der Abwärtstrend sei allerdings kurz vor dem Umkehrpunkt.
Nordkoreas Botschafter bei den Vereinten Nationen, Kim Song, warnte vor der Vollversammlung vor der "unmittelbaren Gefahr" eines nuklearen Konflikts. Die Handlungen der USA im vergangenen Jahr hätten die koreanische Halbinsel "näher an den Rand eines Atomkrieges" gebracht, sagte er.
Kim verwies auf die Gründung der Atomberatungsgruppe, mit deren Hilfe die USA ihr nukleares Potenzial besser in Südkoreas Streitkräfte integrieren möchten. Die Gruppe sei bestrebt, "einen nuklearen Erstschlag" gegen Nordkorea zu planen und auszuführen, sagte Pjöngjangs UN-Botschafter.
Die USA, Japan und Südkorea haben Nordkorea wegen einer Reihe von Waffentests scharf verurteilt. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat wiederholt Gesprächsbereitschaft mit Pjöngjang signalisiert. Nordkorea hat jedoch keinerlei Interesse an einem solchen Dialog gezeigt.
L.Adams--AT