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AfD-Kandidat scheitert bei Stichwahl um Oberbürgermeisteramt in Nordhausen
Bei der Oberbürgermeisterwahl im thüringischen Nordhausen ist der AfD-Kandidat in der Stichwahl gescheitert. Der bisherige Amtsinhaber Kai Buchmann (parteilos) gewann am Sonntag 54,9 Prozent der Stimmen und lag damit klar vor seinem Herausforderer Jörg Prophet von der AfD, wie die Wahlleitung mitteilte. Prophet, der im ersten Wahlgang vor zwei Wochen noch die meisten Stimmen geholt hatte, kam in der Stichwahl auf 45,1 Prozent.
Beide Kandidaten lieferten sich bei der Auszählung der Stimmen lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dessen Verlauf sich Buchmann aber schließlich deutlich von dem AfD-Kandidaten absetzte.
Buchmann ist seit Oktober 2017 Oberbürgermeister in Nordhausen, das mehr als 41.000 Einwohner hat. Er wurde nun für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Buchmann bezeichnete den Ausgang der Stichwahl als "gutes Ergebnis". Es gehe jetzt darum, die Spaltung in der Stadt zu überwinden.
Insgesamt waren am Sonntag rund 32.900 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte keiner der damals sechs Kandidaten und Kandidatinnen die absolute Mehrheit erreicht, weshalb eine Stichwahl zwischen dem Erstplatzierten Prophet und dem an zweiter Stelle liegenden Buchmann nötig wurde. Die Thüringer SPD-Spitze sowie Grüne und Linke in Nordhausen sprachen sich im Vorfeld der Stichwahl für Buchmann aus.
Im Juni hatte der AfD-Politiker Robert Sesselmann die Landratswahl im thüringischen Kreis Sonneberg gewonnen. Damit besetzte die AfD deutschlandweit erstmals den Posten eines Landrats.
W.Stewart--AT