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Berg-Karabach: Alijew und Paschinjan wollen sich in Spanien treffen
Armeniens Regierungschef Niko Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew wollen sich trotz der aserbaidschanischen Militäraktion in Berg-Karabach im kommenden Monat zu Gesprächen in Spanien treffen. Das teilte der armenische Sicherheitsrat am Sonntag mit. Demnach handelt es sich um ein schon länger geplantes Treffen der beiden Politiker mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Ratspräsident Charles Michel.
Das Treffen findet am 5. Oktober in Grenada statt. Frankreich, Deutschland und die EU versuchen seit längerem, im Jahrzehnte alten Konflikt um Berg-Karabach zu vermitteln. Die zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan seit langem umkämpfte Kaukasus-Enklave gehört zwar völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. 1991 hatte sich Berg-Karabach nach einem international nicht anerkannten und von der aserbaidschanischen Minderheit boykottierten Referendum für unabhängig erklärt.
Nach einer aserbaidschanischen Großoffensive hatte die De-facto-Regierung in Berg-Karabach am Mittwoch einer Waffenruhe zugestimmt, nach deren Bestimmungen die Kämpfer der selbsternannten Republik ihre Waffen abgeben müssen. Paschinjan und Alijew hatten sich zuletzt im Juli in Brüssel getroffen.
H.Gonzales--AT