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Mindestens 13 Tote bei Selbstmordanschlag in Somalia
In Somalia sind bei einem Selbstmordanschlag auf einen Checkpoint von Sicherheitskräften in der Stadt Beledweyne mindestens 13 Menschen getötet worden. Wie die Polizei erklärte, explodierte in der Stadt im Zentrum des Landes am Samstag ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen, den der Attentäter zuvor auf den Kontrollpunkt gesteuert hatte. Gebäude nahe der Explosionsstelle stürzten ein, Rettungskräfte suchten unter den Trümmern nach Todesopfern und Überlebenden.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Der Anschlagsort Beledweyne liegt in der somalischen Region Hiran, in der im vergangenen Jahr eine Offensive gegen die Shebab-Miliz begonnen hatte, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet ist. In den vergangenen Wochen hatte die somalische Regierung "zahlreiche bedeutende Rückschläge" im Kampf gegen die Islamisten eingeräumt.
Der Regionalgouverneur von Hiran, Abdulahi Ahmed Malim, sprach von einer "abscheulichen Tat", bei der die "gesamte Umgebung" des Anschlagsorts zerstört worden sei. Ein örtlicher Polizeivertreter sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von bisher 13 geborgenen Toten und 45 Verletzten, die in medizinischen Einrichtungen behandelt würden.
Somalia ist eines der ärmsten Länder der Welt und seit Jahrzehnten von Bürgerkriegen und islamistischen Aufständen zerrüttet. Präsident Sheikh Mohamud ist seit seiner Wahl im Mai 2022 um eine Stabilisierung des Landes bemüht. Unter anderem startete er im September 2022 die von der Atmis-Mission der Afrikanischen Union (AU) und von US-Luftangriffen unterstützte Militäroffensive gegen die Shebab-Kämpfer.
Der somalischen Regierung gelang es dadurch, die Kontrolle über mehrere Gebiete im Zentrum des Landes zurückzugewinnen. Dennoch blieb die mit Al-Kaida verbündete Shebab-Miliz in ländlichen Gebieten fest verankert.
O.Brown--AT