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Bulgarien weist obersten russisch-orthodoxen Geistlichen in Sofia aus
Bulgarien hat nach russischen Angaben den obersten Geistlichen der russisch-orthodoxen Kirche in Sofia sowie zwei belarussische Priester des Landes verwiesen. Der bulgarische Inlandsgeheimdienst DANS meldete am Donnerstag lediglich die Ausweisung von drei Männern, denen die Umsetzung der "hybriden Strategie" Russlands zur "Beeinflussung der gesellschaftlich-politischen Prozesse" in Bulgarien zugunsten "russischer Interessen" vorgeworfen werde. Nach Angaben der russischen Botschaft in Bulgarien ist unter den Ausgewiesenen der russisch-orthodoxe Archimandrit von Sofia, Wassian.
Nach Angaben des bulgarischen Geheimdienstes DANS wurde gegen die drei Ausgewiesenen - die in der Mitteilung nur mit ihren Initialien und ihrer Staatsbürgerschaft genannt wurden - zudem eine fünfjährigen Einreisesperre verhängt.
Die russische Botschaft in Sofia bezeichnete die Maßnahme im Online-Dienst Facebook als "brutal". Die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanowa sprach in einem von der Nachrichtenagentur Tass verbreiteten Video von einem "beispiellosen" Schritt, der einem "teuflischen Geist" entspringe.
Der EU- und Nato-Mitgliedsstaat Bulgarien ist überwiegend christlich-orthodox geprägt und steht Russland historisch und kulturell nahe. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die Beziehungen aber erheblich verschlechtert. Bereits im Juni 2022 hatte das Land die Ausweisung von 70 russischen Diplomaten bekanntgegeben. Seit Juni dieses Jahres amtiert in Sofia eine dezidiert pro-europäische Regierung.
W.Nelson--AT