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Brasiliens Präsident fordert bei Amazonasgipfel "dringende" gemeinsame Maßnahmen
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat zu Beginn des zweitägigen Gipfels zur Rettung des Amazonaswaldes die Teilnehmerländer aufgefordert, "dringende" gemeinsame Maßnahmen zu ergreifen, um die Zerstörung des größten Regenwaldes der Erde aufzuhalten. Der Kampf gegen die Abholzung sei dabei von grundlegender Bedeutung, um der "dramatischen Verschärfung des Klimawandels" zu begegnen, sagte Lula am Dienstag in seiner Eröffnungsrede in der Stadt Belém.
Der erste Tag des Gipfel fiel mit am Dienstag veröffentlichten Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zusammen: Demnach war der Juli auf der Erde der bisher mit Abstand heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.
Es sei "noch nie so dringend" gewesen, "unsere Zusammenarbeit wieder aufzunehmen und auszuweiten", sagte Lula. "Wir müssen eine neue Vision für eine nachhaltige und integrative Entwicklung in der Region fördern, indem wir die Erhaltung der Umwelt mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verbinden", forderte er.
Die Konferenz in der an der Mündung des Amazonas gelegenen Stadt Belém ist der erste Gipfel der Organisation des Amazonas-Kooperationsvertrags (Octa) seit dem Jahr 2009. Der Vertrag war 1978 von Bolivien, Brasilien, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Peru, Suriname und Venezuela geschlossen worden. Auch Deutschland und Norwegen sind als Hauptunterstützer des Amazonas-Fonds in Belém vertreten.
Kurz vor Beginn des Treffens hatte Lula den Gipfel als "Wendepunkt" bezeichnet. Er nahm am Dienstag zusammen mit seinen Kollegen aus Bolivien, Kolumbien und Peru an dem Treffen teil, während Ecuador, Guyana und Suriname durch Minister vertreten waren. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wurde kurzfristig von seiner Vizepräsidentin Delcy Rodríguez vertreten.
Octa-Generalsekretärin Alexandra Moreira kündigte am Dienstag an, dass der Gipfel eine gemeinsame Erklärung mit "kühnen und energischen Maßnahmen" zum Schutz des Regenwaldes verabschieden werde. Diese werde "nicht nur eine politische Botschaft sein", sagte Lula, sondern "ein detaillierter Aktionsplan für die nachhaltige Entwicklung im Amazonasgebiet mit seinen fast 50 Millionen Einwohnern".
D.Lopez--AT