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Personalisierte Werbung: Meta will Nutzer in der EU um Zustimmung bitten
In Europa lebende Nutzer der Online-Netzwerke Facebook und Instagram sollen künftig um ihre Zustimmung gebeten werden, bevor ihre Daten für personalisierte Werbung genutzt werden können. Der US-Mutterkonzern Meta kündigte am Dienstag eine entsprechende Änderung an, "um sich an neue Regeln anzupassen".
Bislang hatte Meta geltend gemacht, dass das Unternehmen ein "legitimes Interesse" an der Nutzung der Daten habe. Dies führte dazu, dass die Zustimmung zur Datennutzung für neue Nutzer standardmäßig vorausgesetzt wird. Künftig solle dies für Nutzer aus der EU, der Schweiz und dem Europäischen Wirtschaftsraum nicht mehr der Fall sein. Meta versicherte zugleich seinen Werbekunden, dass auch in der Zukunft noch personalisierte Werbung möglich sein werde.
Das Unternehmen steht wegen seiner Werbepraktiken zunehmend unter Druck. Insbesondere in der EU wird das äußerst lukrative Geschäftsmodell mit personalisierter Werbung angefochten.
Im Januar hatte die irische Datenschutzkommission Meta eine Geldstrafe von 390 Millionen Euro auferlegt, weil Facebook und Instagram mit der Nutzung persönlicher Daten für personalisierte Werbung gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung verstoßen hatte.
Die norwegische Datenschutzbehörde hatte im Juli ein vorübergehendes Verbot von verhaltensbezogener Werbung auf Facebook und Instagram verhängt, das am 4. August in Kraft treten soll. Es gilt zunächst für drei Monate.
G.P.Martin--AT