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Borrell: EU unterstützt Ecowas-Wirtschaftssanktionen gegen den Niger
Die Europäische Union (EU) unterstützt die von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) beschlossenen Wirtschaftssanktionen gegen die selbsterklärten neuen Machthaber im Niger. Die EU werde die Entscheidung der Ecowas "schnell und entschlossen" umsetzen, teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag in Brüssel mit.
Die EU erklärte zudem, sie mache die Putschisten im Niger für die Angriffe auf Zivilisten, Diplomaten und Botschaften verantwortlich. Pro-Junta-Demonstranten hatten zuvor vor der französischen Botschaft in dem westafrikanischen Land protestiert.
Die Ecowas hatte am Sonntag finanzielle Sanktionen gegen die selbsterklärten neuen Machthaber im Niger beschlossen. Sie stellte den putschenden Militärs zudem in einer Erklärung das Ultimatum, die Macht innerhalb einer Woche an die legitimen Institutionen zurückzugeben. Ansonsten sei von Seiten der Ecowas ein "Einsatz von Gewalt" nicht ausgeschlossen.
Nigrische Militärs hatten am Mittwoch den seit 2021 amtierenden Präsidenten Mohamed Bazoum festgesetzt. Am Freitag erklärte sich der Chef der Präsidentengarde, General Abdourahamane Tiani, zum neuen Machthaber in dem westafrikanischen Land. Der Putsch wurde international scharf verurteilt. In dem westafrikanischen Land sind neben anderen ausländischen Soldaten auch etwa hundert Bundeswehrsoldaten stationiert.
Th.Gonzalez--AT