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Russe wegen Molotow-Angriffs auf Lenin-Mausoleum in Untersuchungshaft
In Moskau ist ein Mann inhaftiert worden, weil er das Mausoleum Lenins am Roten Platz mit einem Brandsatz angegriffen haben soll. Ein Gericht im Stadtteil Taganski ordnete am Donnerstag nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti zwei Monate Untersuchungshaft für den Mann an, während dieser auf seinen Prozess wartet. Bei einer Verurteilung drohen dem 37-Jährigen bis zu sieben Jahre Gefängnis für "Hooliganismus".
Laut russischen Medien war der Mann am Montagabend vor dem Mausoleum festgenommen worden, in dem der einbalsamierte Leichnam des Sowjetgründers Lenin aufgebahrt ist. Demnach hatte er zuvor einen Molotow-Cocktail in Richtung des Gebäudes geworfen. Ein Motiv für die Tat nannte das Gericht nicht.
Bereits im Mai hatte ein Mann auf gleiche Weise versucht, das Mausoleum anzugreifen. Im Februar hatte ein Betrunkener versucht, Lenins Leiche zu stehlen.
Die Zukunft des Leichnams des Revolutionärs steht in Russland regelmäßig zur Debatte. Präsident Wladimir Putin sprach sich 2019 gegen eine Beerdigung Lenins aus.
Das Mausoleum war kurz nach Lenins Tod im Jahr 1924 erbaut worden. Es steht am Fuße der Kremlmauer auf dem Roten Platz und wird jährlich von tausenden Touristen besucht.
A.Taylor--AT