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EU und Chile vereinbaren Rohstoffabkommen
EU und Chile vereinbaren Rohstoffabkommen / Foto: Emmanuel DUNAND - AFP

EU und Chile vereinbaren Rohstoffabkommen

Die Europäische Union hat ein Rohstoffabkommen mit Chile auf den Weg gebracht. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton und der chilenische Außenminister Alberto van Klaveren Stork unterzeichneten dazu am Dienstag in Brüssel eine Absichtserklärung am Rande des Gipfeltreffens mit 33 lateinamerikanischen Staaten. Die Europäer erhoffen sich vor allem Zugang zu den umfangreichen Lithium-Vorkommen Chiles.

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Lithium ist auch als "weißes Gold" bekannt. Der Rohstoff wird für Batterien verwendet, etwa für Handys und Elektroautos. Die EU will sich mit solchen Abkommen unabhängiger von China machen, wie aus einer Strategie vom März hervorgeht.

Der Lithiumabbau in der Atacama-Wüste im Norden Chiles ist allerdings umstritten. Umweltschützer machen ihn für den sinkenden Grundwasserspiegel verantwortlich.

Verhärtet blieben die Fronten mit Bezug auf das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Es werde bei dem Lateinamerika-Gipfel "keinen Durchbruch beim Mercosur-Abkommen geben", stellte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell fest. Er hoffe aber auf eine Einigung bis zum Jahresende.

Die EU will mit den vier Ländern Südamerikas die größte Freihandelszone der Welt schaffen, worauf vor allem die deutsche Wirtschaft hofft. Frankreich, Österreich und andere Länder dringen aber auf strikte Umweltauflagen für südamerikanische Landwirte zum Schutz ihrer eigenen Bauern. Kritiker vermuten dahinter Protektionismus.

Bei dem Gipfel unterbreitete die EU zu den Umweltfragen laut Borrell einen Vorschlag, die lateinamerikanischen Länder antworteten mit einem Gegenvorschlag. Beide sollen nun Grundlage für die weiteren Verhandlungen sein.

P.Hernandez--AT