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Merz bekräftigt Kritik an bevorstehendem endgültigen Atomausstieg in Deutschland
CDU-Partei- und Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat die bevorstehende Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland erneut kritisiert. Es gebe im Ausland kaum jemanden, "der Verständnis dafür hat, dass Deutschland in der größten Energiekrise seit Jahrzehnten drei sichere, CO2-freie Anlagen der Energieerzeugung abschaltet und dafür wieder auf Kohle und Gas setzt", sagte Merz am Wochenende dem Portal Web.de.
Am kommenden Samstag sollen die drei letzten Meiler vom Netz gehen. "Dann muss die Koalition dafür sorgen, dass zehn Millionen Haushalte mit Strom aus anderen Energiequellen versorgt werden", sagte Merz. Die Gefahr eines destabilisierten Stromnetzes sei weiterhin nicht gebannt, kritisierte der CDU-Vorsitzende.
Dass Deutschland gut durch den Winter gekommen sei, führte er auf die milden Temperaturen und Energieeinsparungen in Industrie und Haushalten zurück. "Das ist aber kein Weg, den wir auf Dauer gehen können", sagte Merz.
SPD-Bundestagsfraktionsvize Matthias Miersch begrüßte dagegen den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie. "Atomkraft ist eine hochriskante, teure Technologie, die hochgiftigen Müll für 30.000 Generationen produziert", sagte er dem Portal. Für den deutschen Atommüll sei noch längst kein Endlager gefunden. "Alleine aus diesem Grund ist es ein Gebot der Vernunft, keinen weiteren Atommüll zu produzieren und aus der dreckigen Atomkraft auszusteigen", so Miersch.
Auf den Ausstieg habe sich Deutschland lange vorbereitet, sagte der SPD-Politiker weiter. Aus seiner Sicht droht keine Gefahr für die Versorgungssicherheit: "Das Schreckgespenst der Blackouts haben Atom-Fans bislang vor jeder Abschaltung eines Meilers an die Wand gemalt. Es ist nie zu einer Versorgungsunterbrechung gekommen."
Am 15. April gehen die letzten drei deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim und Emsland vom Netz. Die Betreiber haben die Stilllegung bereits vorbereitet.
E.Rodriguez--AT