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Erneut Zusammenstöße auf dem Tempelberg in Jerusalem
Auf dem Tempelberg in Jerusalem hat es erneut Zusammenstöße gegeben. Dutzende teils maskierte Menschen hätten Feuerwerkskörper und Steine geworfen, teilte die israelische Polizei am Mittwoch mit. Sie hätten zudem versucht, sich in der Al-Aksa-Moschee zu verbarrikadieren. Die Beamten vertrieben die "gewalttätigen Randalierer" eigenen Angaben zufolge.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch waren Palästinenser und die israelische Polizei aneinandergeraten. Nach Angaben der israelischen Polizei wurden mehr als 350 Menschen festgenommen, nachdem sich "Unruhestifter" in der Al-Aksa-Moschee verbarrikadiert hätten. Beamte seien mit Steinen beworfen und Feuerwerkskörper seien gezündet worden. Der Palästinensische Rote Halbmond teilte mit, er habe nach den Zusammenstößen 37 Verletzte behandelt, einige von ihnen nach ihrer Entlassung aus dem Polizeigewahrsam.
Nach Bekanntwerden der Vorfälle in der Moschee wurden am Mittwoch Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert, woraufhin Israel mit eigenen Angriffen reagierte.
Auf dem Tempelberg liefern sich Palästinenser und Israelis immer wieder Zusammenstöße - insbesondere während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, wenn zehntausende Gläubige die Al-Aksa-Moschee aufsuchen. Die jüngsten Ausschreitungen ereigneten sich inmitten des Ramadan und des jüdischen Pessachfestes, das am Mittwoch begonnen hatte.
Das Judentum verehrt den Tempelberg als seinen heiligsten Ort. Für Muslime ist der Hügel mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee die drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina.
R.Lee--AT