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Bund bestellt Gepard-Munition für dreistelligen Millionenvertrag
Für einen dreistelligen Millionenbetrag hat das Bundesverteidigungsministerium beim Rüstungskonzern Rheinmetall Munition für den Flugabwehrpanzer Gepard bestellt. Das Ministerium habe die Bestellung "stellvertretend für die Ukraine" eingereicht, erklärte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf. Insgesamt sollten 300.000 Patronen geliefert werden. Die Munition sei zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt, die den Gepard einsetzen. Der Auftragswert liege im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Die ersten Patronen sollten im Sommer geliefert werden, kündigte Rheinmetall an. Der Konzern teilte zudem mit, dass er gegenwärtig ein zusätzliches Fertigungswerk für Mittelkaliber-Munition am Standort im niedersächsischen Unterlüß aufbaue. "Mit der zusätzlichen Fertigungslinie reagiert Rheinmetall auf die gestiegene Nachfrage auf dem Weltmarkt", hieß es in einer Erklärung.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte am Vortag angekündigt, dass Deutschland erstmals wieder die dringend benötigte Munition für den Flugabwehrpanzer Gepard produzieren wolle, der in der Ukraine im Einsatz ist. Die Bundesregierung hat Kiew 37 der Flugabwehrpanzer zugesagt - allerdings wird die Munition knapp.
Die Munitionsvorräte für den Panzer liegen größtenteils in der Schweiz, die einer Weitergabe an die Ukraine aus Gründen ihrer Neutralität bisher nicht zugestimmt hatte.
R.Lee--AT