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Dreieinhalb Jahre Haft für 28-Jährige IS-Rückkehrerin in Düsseldorf
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine deutsche 28-jährige IS-Rückkehrerin zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Monika K. soll nach Jugendstrafrecht für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Der Strafschutzsenat sprach die Frau unter anderem der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig.
Nach den Feststellungen des Senats war sie 2013 mit ihrem Ehemann nach Syrien gereist und schloss sich dort 2014 der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an. Später wohnte das Paar unter anderem im irakischen Teil des IS-Herrschaftsgebiets in einer Villa, deren Bewohner geflohen oder vertrieben worden waren. Auch erhielten sie Geld vom IS. Nach dem Tod ihres Manns bei Kämpfen heiratete die Frau weitere IS-Mitglieder.
Im März 2019 wurde sie von kurdischen Kräften festgenommen und in das Al-Hol-Flüchtlingslager für frühere IS-Mitglieder gebracht. In dem Lager betrieb die Angeklagte demnach ein Spendennetzwerk für weibliche IS-Angehörige, wofür sie Messengerdienste nutzte. Ende 2020 wurde sie von einem höheren IS-Vertreter aus dem Lager geschleust und heiratete ihn.
Laut Gericht sammelte sie weiter Spenden, bevor sie im September 2020 auf dem Weg nach Al-Hol erneut gefasst wurde. Anschließend befand sich K. in türkischem Gewahrsam, bis sie im März 2022 nach Deutschland zurückreiste und bei ihrer Ankunft sofort in Untersuchungshaft genommen wurde.
N.Walker--AT