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Israels Armee fliegt Luftangriffe im Gazastreifen
Israelische Kampfflugzeuge haben am Montag Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Wie die Armee mitteilte, waren die Angriffe eine Reaktion auf eine Rakete, die am Samstag aus dem Palästinensergebiet auf Israel abgefeuert worden war. Getroffen wurde demnach ein "unterirdischer Komplex", in dem die radikalislamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, Material zur Herstelllung von Raketen gelagert habe. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.
Der palästinensische Rote Halbmond gab unterdessen aber den Tod eines Palästinensers bei einer Razzia der israelischen Armee in Nablus im besetzten Westjordanland bekannt. Die Armee machte zunächst keine Angaben zu diesem Einsatz.
Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert seit Wochen. Am Freitag waren bei einem Anschlag auf eine Bushaltestelle in einem Siedler-Viertel in Ost-Jerusalem drei Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Der mutmaßliche Attentäter, ein 31-jähriger Palästinenser aus einem palästinensischen Viertel im von Israel annektierten Ostteil der Stadt, wurde nach Polizeiangaben noch am Tatort getötet.
Ende Januar hatte ein Palästinenser bei einem Angriff auf eine Synagoge in Ost-Jerusalem sieben Menschen getötet. Zuvor waren bei einer Razzia der israelischen Armee in einem Flüchtlingslager im Westjordanland zehn Palästinenser getötet worden.
Am Sonntag töteten israelische Soldaten bei einem Einsatz im Westjordanland einen 14-jährigen Palästinenser. Damit wurden seit Beginn des Jahres bereits mindestens 46 Palästinenser, neben Kämpfern und Attentätern auch Zivilisten, neun israelische Zivilisten und eine Ukrainerin getötet.
Am Sonntag gab die israelische Regierung bekannt, als Reaktion auf die Anschläge in Ost-Jerusalem neun Siedlungen im besetzten Westjordanland nachträglich zu legalisieren.
T.Perez--AT