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Klarer Wahlsieg für CDU in Berlin - SPD äußerst knapp vor Grünen auf Platz zwei
Die Berliner CDU um ihren Spitzenkandidaten Kai Wegner hat die Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag klar gewonnen. Die Christdemokraten erreichten nach Auszählung aller Stimmen 28,2 Prozent und landeten weit vor der SPD der amtierenden Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey und den Grünen um die amtierende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch, die mit nur 105 Stimmen Abstand und jeweils 18,4 Prozent die Plätze zwei und drei belegten, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte.
Die derzeit mit SPD und Grünen regierende Linke erzielte 12,2 Prozent der Stimmen, und die AfD kam auf 9,1 Prozent, während die FDP mit 4,6 Prozent den Wiedereinzug in das Landesparlament verpasste. Die Wahlbeteiligung lag mit 63,1 Prozent deutlich niedriger als 2021. Damals hatten am Tag der Bundestagswahl 75,4 Prozent ihre Stimmen abgegeben.
Die CDU verbesserte sich im Vergleich zur Wahl vom September 2021 deutlich um 10,2 Prozentpunkte. Die drei Regierungsparteien fuhren hingegen Verluste ein. Die SPD sackte um 3,0 Prozentpunkte am stärksten ab, während die Einbußen für Grüne und Linke mit 0,5 beziehungsweise 1,9 Punkten moderater ausfielen. Die AfD legte um 1,1 Punkte zu. Die FDP rutschte um 2,5 Punkte ab.
Die bisher von Giffey geführte Koalition mit Grünen und Linken hätte nach der Wahlwiederholung weiter eine Mehrheit unter SPD-Führung im Abgeordnetenhaus. Allerdings beansprucht auch die CDU nach ihrem Wahlsieg vehement die Regierungsführung für sich und will sowohl mit der SPD und den Grünen sondieren.
Von den 78 Wahlkreisen konnte die CDU 48 direkt gewinnen - nach 21 im Jahr 2021. Die SPD holte von ehemals 25 Wahlkreisen nur noch vier - auch Giffey verlor ihr Direktmandat an die CDU. Die Grünen holten von 24 noch 20 Wahlkreise und die Linke noch vier von sechs. Die AfD behielt ihre beiden 2021 gewonnenen Direktmandate.
M.O.Allen--AT