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Spott und Häme ergießen sich nach Neujahrsvideo über Lambrecht
Mit einer Videobotschaft zum Jahreswechsel hat Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) für Spott und Häme gesorgt. Inhaltlich unangemessen und stilistisch verunglückt - so lautete am Montag die Kritik in sozialen Medien, der sich auch mehrere Bundespolitiker der Union anschlossen. Das Video im Internetdienst Instagram zeigt Lambrecht am Silvesterabend auf einer Berliner Straße. Ihr Dank und ihre Wünsche an die Soldatinnen und Soldaten sind allerdings kaum zu verstehen, weil sie von Böllerlärm übertönt werden.
Angesichts des Kriegs in der Ukraine sorgte gerade diese Geräuschkulisse für Kritik. Lambrechts Ministerium wollte am Montag weder das Video noch die Kritik daran bewerten. Lambrecht habe sich auf ihrem privaten Instagram-Kanal geäußert, sagte ein Ministeriumssprecher. "Soweit ich weiß, sind keine dienstlichen Ressourcen verwendet worden", fügte er hinzu. Es sei nicht Aufgabe des Ministeriums, den Auftritt der Ministerin zu kommentieren.
Unionspolitiker nahmen das Video zum Anlass, Zweifel an der Eignung der Ministerin zu bekräftigen. Ex-Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wies auf Twitter darauf hin, dass Lambrechts Instagram-Auftritt auch im Ausland für Verwunderung sorge. "Ist dem Bundeskanzler eigentlich die Wirkung Deutschlands in Europa und der Welt völlig egal?", schrieb er. Der CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn schrieb: "Dieses Video spricht für sich. Was für eine Peinlichkeit, was für eine Fehlbesetzung."
In dem Video sagt Lambrecht: "Mitten in Europa tobt ein Krieg." Sie fährt dann fort, dass mit der Entwicklung für sie viele Eindrücke und Begegnungen "mit interessanten und tollen Menschen" verbunden gewesen seien. Sie selbst begehe den Jahreswechsel mit Familie und Freunden.
W.Moreno--AT