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Maduro: Venezuela zu vollständiger Normalisierung der Beziehungen zu den USA bereit
Venezuelas linksgerichteter Staatschef Nicolás Maduro hat sich zu einer vollständigen Normalisierung der 2019 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zu den USA bereit erklärt. "Venezuela ist bereit, vollständig bereit, sich auf einen Prozess der Normalisierung der diplomatischen, konsularen, politischen Beziehungen mit dieser Regierung der USA zuzubewegen", sagte Maduro in einem Interview mit dem französischen Journalisten Ignacio Ramonet und dem Sender Telesur, das am Sonntag (Ortszeit) im venezolanischen Fernsehen gezeigt wurde.
Dies gelte auch für diejenigen Länder, "die danach kommen könnten", fügte Maduro hinzu. Seine Regierung hatte die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten 2019 abgebrochen. In dem Jahr hatte die Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump den venezolanischen Oppositionspolitiker Juan Guaidó offiziell als Interimspräsidenten des südamerikanischen Landes anerkannt. Außerdem hatte die US-Regierung eine Reihe von Sanktionen gegen Caracas wie ein Embargo gegen venezolanisches Erdöl erlassen mit dem Ziel, die dortige linksgerichtete Regierung zu entmachten.
Der heutige US-Präsident Joe Biden erkennt Maduro ebenfalls nicht offiziell als Venezuelas Staatschef an, da Washington von Betrug bei seiner Wahl 2018 ausgeht. Angesichts der Energiekrise als Folge des Ukraine-Kriegs haben sich die USA und Venezuela allerdings angenähert.
Vergangenes Jahr schickte das Weiße Haus Gesandte zu Verhandlungen nach Caracas. Nach Verhandlungsfortschritten zwischen Venezuelas Regierung und Opposition lockerten die USA ihre Sanktionen. So hat der US-Energieriese Chevron nun die Genehmigung, während der kommenden sechs Monate in Venezuela aktiv zu sein.
"Wir sind bereit zu Gesprächen auf höchster Ebene, für respektvolle Beziehungen", sagte Maduro in seinem Interview. Er hoffe, dass "ein Lichtstrahl" die USA treffe, damit sie "eine neue Seite aufschlagen, diese extremistische Politik beiseite lassen und zu einer pragmatischeren Politik gegen Venezuela finden".
Venezuelas Staatschef hob zudem hervor, dass mit der Europäischen Union "die Dinge gut vorankommen". Sein Land führe mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell einen "ständigen Dialog".
N.Mitchell--AT