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Schulze kündigt weitere deutsche Unterstützung im Kampf gegen Hunger an
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat weitere deutsche Unterstützung im weltweiten Kampf gegen den Hunger zugesichert. "Unser Engagement gegen den Hunger ist auch eine Frage der geopolitischen Glaubwürdigkeit", sagte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe nach Angaben vom Montag. Deutschland werde hier "auch 2023 nicht nachlassen".
"Die Hungerkrise wird uns bis weit ins nächste Jahr beschäftigen", sagte Schulze weiter. Sie hob hervor, Deutschland habe "trotz knapper Mittel noch nie so viel in Ernährungssicherheit investiert" wie im zurückliegenden Jahr. Allerdings sei auch der Bedarf dafür besonders groß gewesen.
"Wir müssen unseren Partnern im globalen Süden zeigen, dass wir ernsthaft an nachhaltigen Lösungen arbeiten", betonte die Ministerin. Das gemeinsame Ziel sei dabei auch, "Import-Abhängigkeiten zu reduzieren und die Ernährungssysteme so krisenfester zu machen".
Das Entwicklungsministerium hat nach eigenen Angaben 2022 knapp 1,4 Milliarden Euro zusätzlich in globale Ernährungssicherheit investiert. Insgesamt seien dafür rund 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Auch die erst im November aus dem Entlastungspaket für diesen Zweck bereitgestellten 495 Millionen Euro seien bereits ausgezahlt worden, hieß es.
Einen Schwerpunkt der Unterstützung legt die Bundesregierung nach eigener Darstellung dort, wo der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ohnehin vorhandene Notlagen verschärft. Das gelte zum Beispiel für die mehrjährige Dürre in Ostafrika und die von Klimawandel und bewaffneten Konflikten besonders betroffene Sahel‐Zone.
Aus den Sondermitteln von 495 Millionen Euro werde unter anderem der deutsche Beitrag zum Welternährungsprogramm um 50 Millionen Euro aufgestockt, berichteten die Funke-Zeitungen unter Berufung auf ein Papier des Entwicklungsministeriums. Zudem könnte demnach die Initiative des internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung zur Krisenreaktion mit 30 Millionen Euro ausgestattet und die Unterstützung des UN-Kinderhilfswerks Unicef für die Mutter-Kind-Gesundheit um 60 Millionen Euro erhöht werden.
E.Hall--AT