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Thüringer Umweltministerin Siegesmund legt Amt im kommenden Jahr nieder
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat nach acht Jahren im Amt ihren Rücktritt angekündigt. Sie werde Ende Januar zudem ihre Ämter als stellvertretende Ministerpräsidentin und als Mitglied des Bundesrates niederlegen, teilte das Thüringer Umweltministerium in Erfurt am Freitag mit. Die Grünen-Politikerin nannte persönliche Gründe für ihre Entscheidung; sie wolle nun zunächst eine Auszeit einlegen.
"Ich habe aus persönlichen Gründen entschieden, am 31. Januar 2023 meine Ämter niederzulegen und geordnet in neue Hände zu übergeben", erklärte Siegesmund in einer Mitteilung. "Ich werde jetzt neue Wege gehen, eine Auszeit nehmen, bevor ich beruflich einen Neuanfang mache." Siegesmund war seit 2014 als Umweltministerin in Thüringen im Amt.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dankte der langjährigen Umweltministerin und erklärte: "Sie war für mich stets eine verlässliche Partnerin – auch in ihrer Funktion als Vertreterin des Ministerpräsidenten." Sie habe die rot-rot-grüne Politik in dem Bundesland stark mitgeprägt. "Das Niederlegen des Ministerinnenamtes ist eine selbstbestimmte Entscheidung von Anja Siegesmund, die ich persönlich bedauere, aber selbstverständlich respektiere", erklärte Ramelow.
Auch Grünen-Landesprecherin Ann-Sophie Bohm bedauerte den Abgang der Ministerin: Siegesmund sei über viele Jahre eine "wichtige Mitstreiterin" und "engagierte Politikerin" im Bereich Natur- und Umweltschutz gewesen, erklärte sie.
Die Nachfolge als Umweltminister soll laut Mitteilung des Ministeriums Burkhard Vogel (Grüne) übernehmen, der bislang als Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium tätig ist.
R.Chavez--AT