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Razzia gegen mutmaßliches Menschenschleuser-Netzwerk in mehreren Bundesländern
Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern sind Ermittler gegen ein mutmaßliches Netzwerk illegaler Menschenschleuser vorgegangen. Wie die Bundespolizei in Potsdam am Mittwoch mitteilte, wurden in Berlin und im brandenburgischen Forst vier tatverdächtige Männer festgenommen sowie insgesamt 14 Objekte durchsucht. Die Bande soll mindestens 300 Flüchtlinge mit Autos illegal nach Deutschland gebracht und dafür jeweils zwischen 3500 und 10.000 Euro verlangt haben.
Nach Angaben der Bundespolizei erfolgten die Schleusungen zunächst über Belarus und später über die so genannte Balkanroute aus Südosteuropa. Die Verdächtigen sollen die Menschen dabei überwiegend in Kleintransportern und Autos geschleust haben, teils unter lebensgefährlichen Bedingungen. Zudem sollen sie Geflüchtete massiv bedroht und eingeschüchtert haben.
Durchsucht wurden demnach neben Objekten in Berlin und Forst auch Gebäude im nordrhein-westfälischen Siegen und im brandenburgischen Cottbus. Bei den Festgenommenen handelt es sich um syrische und irakische Staatsbürger im Alter zwischen 25 und 45 Jahren, darunter befinden sich auch die beiden mutmaßlichen Hauptorganisatoren des Schleusernetzwerks. Nach zwei weiteren Verdächtigen wird nach Angaben der Bundespolizei derzeit noch gefahndet.
M.White--AT