-
Studie: Abhängigkeit von EU-E-Autoindustrie von asiatischen Batterien steigt
-
Myanmar macht erstes Treffen Suu Kyis mit Rotkreuz-Vertreter seit Putsch publik
-
WNBA: Toronto verliert trotz starker Sabally
-
Henseleit: "Sollte einfach nicht sein"
-
Waldbrände richten schwere Verwüstungen in Spokane im Nordwesten der USA an
-
Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken
-
"Das ist Unsinn": Zverev kritisiert Masters-Format
-
Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula
-
Japanische Währung: Trump bestätigt Eingreifen der USA zur Stützung des Yen
-
Ariana Grande zieht sich aus Musical-Projekt in London zurück
-
Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an
-
Hainer zu FIFA: "Grober Verstoß gegen Corporate Governance"
-
Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine
-
Selbstmordanschlag während Demonstration in Pakistan: 13 Menschen getötet
-
Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt
-
British Open: Henseleit verpasst Major-Sieg dramatisch
-
Waldbrände: Zwei Tote bei Zusammenstoß zweier Löschhubschrauber in Griechenland
-
EM: Hentschel/Avila Sanchez holen Bronze
-
Tour de France Femmes: Wiebes mit dem zweiten Streich
-
Neun Tote bei Selbstmordanschlag während Demonstration in Pakistan
-
Nach WM-Kontroverse: Spanische Sängerin Rosalía entschuldigt sich bei argentinischen Fans
-
Söder: Kanzler Merz steht "sehr stabil und stark"
-
EM: Platz sieben für Mixed-Duett Guisard/Wiehn
-
Neuer britischer Premier Burnham möchte schriftliche Verfassung für sein Land
-
Zwei Löschhubschrauber in Griechenland verunglückt
-
Bas: SPD muss sich neu aufstellen und sichtbarer werden
-
Bas: Kommissionsempfehlungen für Rentenreform kein Wunschergebnis
-
Hitze hat Deutschland weiter im Griff - zum Wochenende Abkühlung in Sicht
-
Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus
-
Betrugsversuch: 103-Jährige delegiert falschen Wasserwerker am Nacken aus Wohnung
-
Waldbrände in Griechenland fressen sich weiter fort - Flammenmeer westlich von Athen
-
Niedrigwasser: Rheinpegel sinken an mehreren Orten auf Tiefststand
-
Nach CSD-Anschlag: Union dringt auf rasche Konsequenzen
-
Zeidler zum vierten Mal Europameister
-
Traktor stürzt in Wassergraben: 39-Jährige stirbt in Niedersachsen
-
Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Besserer Schutz für Minderheit angemahnt
-
Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck
-
Zivilschutz: 16 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen am Wochenende
-
Streit im Nürnberger Flughafen eskaliert: Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen
-
Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka - Hunderte Soldaten im Einsatz
-
Neugebauer vor EM: "Alles geben, alles raushauen!"
-
Gedenktag: Mahnungen zu besserem Schutz für Sinti und Roma
-
Mehr als 12.000 Hektar Land durch Waldbrände in Griechenland zerstört
-
SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer
Rosenmontagszüge in Karnevalshochburgen: Beißender Spott über Putin in Düsseldorf
Mit beißendem Spott über die Politik haben Jecken und Narren am Montag in den rheinischen Hochburgen den Höhepunkt des Straßenkarnevals gefeiert. Trotz grauen Winterwetters säumten viele Menschen in Köln, Düsseldorf und Mainz die Straßen bei den traditionellen Rosenmontagszügen. Die Blicke waren dieses Jahr insbesondere auf die Karnevalswagen in Düsseldorf gerichtet, die erneut Russlands Präsidenten Wladimir Putin satirisch aufs Korn nahmen.
"Wir haben nicht nur einen Putin gebaut, wir haben drei Putins gebaut", sagte der Düsseldorfer Chef-Wagenbauer Jacques Tilly im Westdeutschen Rundfunk. Man wolle mit den vielen "Russlandwagen" zeigen, "dass wir uns nicht beeindrucken lassen", sagte Tilly weiter. Den "Prozess gegen Pappfiguren" bezeichnete Tilly als "unter aller Würde". Wegen seiner Spitzen gegen Putin läuft in Moskau derzeit ein Strafverfahren gegen den Künstler.
In Köln setzte sich Deutschlands größter Rosenmontagszug bei wechselhaftem Wetter pünktlich um 10.00 Uhr in Bewegung – begleitet von Solidaritätsbekundungen für Tilly. Eine Gruppe des ukrainischen Hilfsvereins Blau-Gelbes Kreuz zeigte Plakate mit früheren Putin-Darstellungen und Mottowagen des Karnevalskünstlers.
Die Kölner Motivwagen selbst griffen das Thema Putin nicht auf. Sie widmeten sich unter anderem den Umfragehochs der AfD sowie US-Präsident Donald Trump. Ein Wagen zeigte eine Männerfigur mit schwarz-rot-goldener Mütze, die sich von einer blauen Schlange mit pfeilspitzer roter Zunge hypnotisieren lässt. Das Motiv griff die Umfragehochs der AfD auf und trägt den Schriftzug: "Mer dun et weil mer blauäugig sin."
Bis zum Nachmittag habe es "keine nennenswerten Zwischenfälle" gegeben, sagte ein Kölner Polizeisprecher. Auch in Düsseldorf verlief der teils von Regen und Gewitter begleitete Rosenmontag ohne besondere Vorkommnisse. Die Polizei beschrieb die Lage am Nachmittag als "friedlich". Es werde nach jetzigem Stand "ausgelassen" und "fröhlich" gefeiert, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf. Nach Angaben der Stadt verfolgten dort rund 11.000 Jecken den Zug.
Ein Düsseldorfer Wagen zeigte Putin beim Steuern einer Drohne, die AfD-Chefin Alice Weidel trägt. Das Motiv ist mit "AfD: Die Landesverräter" beschriftet. Auf einem weiteren Wagen war Putin in Militäruniform zu sehen, der mit einem Messer einen Narren ersticht. Ein dritter Wagen zeigte ihn gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump, während beide Europa verspeisen.
Seit Jahren schon nimmt der Karnevalskünstler Tilly mit seinen Wagen insbesondere den russischen Präsidenten und dessen aggressive Politik aufs Korn. Im vergangenen Jahr leitete ein russisches Gericht ein Strafverfahren gegen Tilly wegen seiner satirischen Spitzen ein. Das Verfahren sorgte zuletzt für viele Diskussionen.
Der nordrhein-westfälische Landtagspräsident André Kuper (CDU) sprach Tilly seine Unterstützung aus. "Wir stehen hinter Jacques Tilly", erklärte Kuper am Montag. Das Strafverfahren in Russland zeige, dass nur Demokratien Freiheit und Rechtsstaatlichkeit garantieren könnten, betonte Kuper.
Auch in Mainz feierten hunderttausende Narren "fröhlich und zumeist friedlich", wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. Gefeiert wird in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt unter dem Motto "Die Hofsänger im Gold'nen Mainz – seit 100 Jahr'n die Nummer 1".
Ein Mainzer Wagen zeigte einen lüstern dargestellten Präsidenten Trump, der mit seiner Zunge der Freiheitsstatue sehr nahekommt. Die Freiheitsstatue ist mit einem Maga-Schriftzug (Make America Great Again) geknebelt. Die Werte "Recht" und "Gesetz" liegen zertrümmert am Boden. Daneben behandelten weitere Wagen unter anderem den Fleischkonsum des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und die Mainzer Lokalpolitik.
Rosenmontag brachte derweil nicht nur Spott über Politiker - im nordrhein-westfälischen Essen fiel sogar ein Rekord. Der Karnevalsverein Gänsehälse Essen stellte mit einem 15,27 Meter langen Wagen den längsten Karnevalswagen Deutschlands auf, wie das Rekord-Institut für Deutschland in Hamburg mitteilte. Der Rekordwagen sei das Ergebnis monatelanger ehrenamtlicher Arbeit gewesen, hieß es.
Rosenmontag ist traditionell der Höhepunkt des Straßenkarnevals, der mit Weiberfastnacht eingeläutet wird. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei - und die Karnevalisten müssen bis zum 11. November warten, wenn die nächste Session beginnt.
W.Stewart--AT