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Bild von Schwangerer aus Mariupol ist Pressefoto des Jahres
Eine hochschwangere verletzte Frau, die sich auf einer Trage liegend den Bauch hält, während Männer sie an von Raketeneinschlägen zerstörten Gebäuden vorbeitragen: Dieses längst weltberühmte Foto aus den ersten Tagen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist am Donnerstag zum Pressefoto des Jahres gekürt worden. Das Bild, das der ukrainische Fotograf Evgeniy Maloletka für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) nach einem Angriff auf eine Geburtsstation im ukrainischen Mariupol aufnahm, fange "die Absurdität und den Schrecken des Krieges ein", erklärte die Jury des World-Press-Photo-Wettbewerbs zur Begründung.
Das Kind der schwangeren Iryna Kalinina wurde nach dem Angriff vom 9. März 2022 tot geboren, sie selbst starb eine halbe Stunde später. Maloletkas Foto stehe für den "Mord an den künftigen Generationen von Ukrainern", erklärte die Jury. Das Bild gebe die Geschehnisse genau wieder und sei ein "Beleg für die von russischen Truppen an ukrainischen Zivilisten verübten Kriegsverbrechen".
Maloletka und ein Videokollege von AP waren nur eine Stunde vor dem Beginn der russischen Invasion in Mariupol angekommen. Sie verbrachten 20 Tage in der Stadt und dokumentierten die Folgen der russischen Angriffe.
Sein nun preisgekröntes Foto sei "das Bild, das ich vergessen möchte. Aber ich kann nicht", sagte Maloletka in einem von der Jury veröffentlichten Video. Er hoffe, dass seine Arbeit dazu beitrage, "dass die Leute verstehen". Möglicherweise könne das Foto auch eines Tages in einem Gerichtsverfahren wegen der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine verwendet werden.
R.Chavez--AT