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Mehr als 60 Schafe bei großem Wolfsangriff in Frankreich getötet
Bei einem der größten Wolfsangriffe der jüngeren Zeit sind in den französischen Voralpen mehr als 60 Schafe getötet worden. Etwa 20 weitere Tiere seien verschwunden, berichteten lokale Medien am Dienstag. "Das ist einer der schlimmsten Angriffe von Wölfen unter freiem Himmel in Frankreich", sagte der Bürgermeister des ostfranzösischen Ortes Oriol, Jean-Jacques Dallon, im Sender ici. Die Wölfe hätten die Schafe nicht gefressen, sagte er. Möglicherweise hätten ältere Wölfe den Jungtieren das Jagen beigebracht.
Die Präfektur bestätigte, dass es sich um einen schweren Angriff handelte, und stellte eine zügige Entschädigung in Aussicht. Die Behörde verwies darauf, dass der Züchter die Herde mit Hirtenhunden und elektrischen Zäunen geschützt hatte. Der Angriff ereignete sich bereits in der Nacht vom 30. auf den 31. August im Mittelgebirge Vercors, wo sich die Herde mit insgesamt etwa 580 Tieren auf einer Alm befand.
In Frankreich ist das Töten von Wölfen gesetzlich geregelt. Jährlich darf eine festgelegte Anzahl abgeschossen werden. Seit diesem Jahr sind die Regeln für Abwehrabschüsse gelockert. Die Wolfspopulation hat sich in Frankreich in den vergangenen zehn Jahren von weniger als zehn auf mehr als 60 Départements ausgeweitet. Insgesamt gibt es derzeit etwa 1000 Wölfe in Frankreich. Es kommt immer wieder zu Konflikten mit Besitzern von Viehherden.
W.Moreno--AT