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Urteilsverkündung in Prozess gegen mutmaßliche NSU-Unterstützerin in Dresden
Im Prozess gegen eine mutmaßliche NSU-Unterstützerin wird vor dem Oberlandesgericht Dresden am Freitag (10.00 Uhr) das Urteil verkündet. Laut Bundesanwaltschaft soll Susann E. der als NSU-Mittäterin verurteilten Beate Zschäpe mehrfach ihre Identität geliehen haben, als diese im sächsischen Zwickau im Untergrund lebte. Die Angeklagte soll Zschäpe unter anderem ihre Krankenkassenkarte für Arztbesuche überlassen und bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen haben, das der NSU bei seinem letzten Raubüberfall nutzte.
Die Bundesanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Unterstützung einer Terrorvereinigung und Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil es keine Beweise dafür gebe, dass E. von den NSU-Taten gewusst habe. Die rechtsextremistische Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) hatte zehn Morde, zwei Bombenanschläge und mehr als ein Dutzend Überfälle beganen. Die NSU-Täter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos entzogen sich im November 2011 durch Suizid einer drohenden Festnahme nach einem Raubüberfall in Eisenach. Zschäpe verbüßt ihre Haft im Frauengefängnis Chemnitz.
A.Williams--AT