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Abgeschwächter Taifun "Fung-wong" dreht von den Philippinen in Richtung Taiwan ab
Der mittlerweile abgeschwächte Taifun "Fung-wong" ist am Montag von den Philippinen abgezogen, nachdem er dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Der staatliche Wetterdienst teilte mit, dass der Taifun voraussichtlich in Richtung Taiwan abdrehen werde. Auf seinem Weg in Richtung Südchinesisches Meer schwäche er sich immer weiter ab. Wegen "Fung-wong" waren auf den Philippinen etwa 1,4 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden, mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.
Der Sturm war am Sonntagabend in der östlichen Provinz Aurora auf der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen. Weiter südlich führte er zu heftigen Überschwemmungen. Der Radius des Taifuns umfasste fast den gesamten Inselstaat - von der Provinz Cagayan im äußersten Norden bis zur mehr als tausend Kilometer südlich gelegenen, schwer getroffenen Insel Catanduanes.
Vielerorts war das Ausmaß der Schäden noch unklar, dennoch liefen am Montag die ersten Aufräumarbeiten an. In weiten Teilen von Luzon, wo auch die philippinische Hauptstadt Manila liegt, blieben Schulen und Regierungsgebäude am Montag geschlossen - auch wenn der vorhergesagte Starkregen zunächst ausblieb.
In der Provinz Aurora, wo "Fung-wong" in der Nacht zuvor auf Land getroffen war, berichteten Rettungskräfte von "vielen beschädigten Häusern". In der Stadt Dipaculao sei die Stromversorgung noch immer unterbrochen, sagte der Helfer Geofry Parrocha der Nachrichtenagentur AFP. Die Einsatzkräfte hätten wegen der starken Regenfälle und des Hochwassers am Vorabend nicht ausrücken können. Einige der Hauptstraßen seien aufgrund von Erdrutschen unpassierbar.
Die Bürgermeisterin der Stadt Dingalan berichtete, dass zahlreiche Häuser und Boote entlang der Küste von den gewaltigen Wellen zerstört worden seien.
Aus der Provinz Samar war am Sonntag das erste Todesopfer gemeldet worden. Unter Trümmern und umgestürzten Bäumen in Catbalogan City wurde den Sanitätern zufolge die Leiche einer 64-jährigen Frau geborgen. Das Katastrophenschutzamt bestätigte später, dass zudem auf der Insel Catanduanes ein Mensch infolge einer Sturzflut ertrunken sei.
Vor wenigen Tagen hatte bereits der Taifun "Kalmaegi" in dem Inselstaat gewütet, mehr als 220 Menschen kamen ums Leben. 109 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge am Wochenende noch vermisst. Damit ist "Kalmaegi" laut der internationalen Katastrophendatenbank EM-DAT in diesem Jahr der bislang weltweit folgenschwerste Taifun. In Städten auf den Inseln Cebu und Negros wurden Autos, Hütten und riesige Schiffscontainer von den Fluten mitgerissen.
Auf den Philippinen sind Starkregen und Unwetter in der Regenzeit zwischen Juni und November üblich. Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel werden extreme Wetterereignisse nach Angaben von Experten aber häufiger und heftiger. Tropische Wirbelstürme bilden sich immer näher an den Küsten, nehmen schneller an Stärke zu und bleiben länger über Land.
G.P.Martin--AT