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Berliner Polizei registriert weniger Fälle von Clankriminalität
Die Berliner Polizei hat im vergangenen Jahr 851 Fälle von Clankriminalität erfasst. Das waren 212 Fälle weniger als 2023, wie die Senatsinnenverwaltung am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die von den Behörden der Clankriminalität zugerechnet wurden, von 522 im Jahr 2023 auf 616 im Jahr 2024.
Bei den meisten Straftaten handelte es sich im vergangenen Jahr mit 29 Prozent um Rohheitsdelikte, gefolgt von Verkehrsstraftaten (15 Prozent) sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte (13 Prozent). 2023 wurden 19 Prozent Rohheitsdelikte, 15 Prozent Verkehrsstraftaten und 12 Prozent Diebstahls- oder Unterschlagungsdelikte registriert.
Bei dem Beschuldigten, der 2024 am häufigsten in Erscheinung trat, handelt es sich laut Polizei um einen 29-Jährigen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Ihm werden 22 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrere Körperverletzungen, verbotene Kraftfahrzeugrennen, Sachbeschädigungen oder Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz.
Die Berliner Polizei definiert einen Clan als eine "informelle soziale Organisation, die durch ein gemeinsames Abstammungsverständnis ihrer Angehörigen bestimmt ist." Er ist geprägt durch eine hierarchische Struktur, ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsgefühl und ein gemeinsames Normen- und Werteverständnis. Clankriminalität zeichnet sich laut Polizei häufig durch Provozieren von Eskalationen auch bei nichtigen Anlässen, die "Ausnutzung gruppenimmanenter Mobilisierungs- und Bedrohungspotenziale" oder ein erkennbares Maß an Gewaltbereitschaft aus.
A.Ruiz--AT